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Herbstregatta des SC Lingenfeld - 18.09.11 Pressebericht

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Lingenfeld: Segler beenden Saison auf Schäfersee

15 Segelboote haben bei der Herbstregatta des Segelclubs Lingenfeld am Sonntag den 1,8 Kilometer langen Regatta-Kurs auf dem Schäfersee absolviert. Mit dem Wettbewerb beendete der Verein die Segelsaison. Nach Mitteilung des Veranstalters drehte der Wind bei Windstärken zwischen zwei und drei sehr häufig. Teilweise gab es aber auch heftige Böen. Insgesamt konnten drei Läufe absolviert werden. Bei den Jollen setzte sich Klaus Gerbes durch. Das Team Gerhard Höhl/Wolfgang Staub lag bei den Jollenkreuzern vorn. Bei den Yachten war Klaus Hedrich erfolgreich. Rudolf Ruf und Jürgen Keller hatten für einen reibungslosen Ablauf der Herbstregatta gesorgt. (nti)

Alle Bilder:  http://www.sclf.de/pics - Wertung der Regatta in Kürze unter www.sclf.de - Termine - Regatten - Liste Vereinsmeister

Arbeitseinsatz am 03.09.11 und Herbstregatta am 18.09.11

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 Start der Jollenkreuzer u. Yachten bei der Herbstregatta 2010

Liebe Segelfreunde/innen,

wir laden herzlich zur Herbstregatta am Sonntag, dem 18. Sept. 2011, ein.
Start des 1.Laufs ist um 11.00 Uhr.

Wir benötigen noch Helfer für den Wirtschaftsdienst und die Regattaleitung und den
Rettungsdienst. Bitte in Liste am Clubhaus eintragen oder per eMail melden.
Kuchenspenden sind wie immer erwünscht. Zum Mittagessen gibt es Leberknödel mit
Sauerkraut und Brot.

Am Samstag, dem 03. Sept. 2011, 09.00 Uhr, findet ein Arbeitseinsatz am Clubgelände statt.

Arbeitsumfang: Im Jollengarten und Gelände Unkraut entfernen, Pflaster im Jollengarten
- Wurzeln unter den Steinen entfernen, Weiden der Indianerzelte schneiden,
junge Akazienbäume entfernen,
Holz der Terrasse saubermachen, Werkzeugschrank aufräumen u.a.

Der nächste Arbeitseinsatz findet im Herbst statt, wenn das Laub heruntergefallen
ist und wir unsere Anlage winterfest machen. Termin wird noch bekannt gegeben.
 

Rheinpfalz vom 21.6. “Sommerregatta des SCLF”

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61. Bodensee Rund

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Mehr Bilder - einfach aufs Bild klicken  

Hi Sailors,

die 61. Bodensee Rundum wird von einer gemischten Crew auf einer Bavaria 40S gesegelt. Noch trainieren wir Manöver und Spi, aber um 19.30 ist dann der Massenstart.   An Bord: Klaus Hedrich , Andrea und Fabian Scheurlen, Andreas Schilling, Norbert Kotthoff und Raimond Herrmann.

 Daumendrücken erwünscht.  Wir brauchen einen guten Start und passende Winde.

Aktuelle Info: 

Gestarte wurde um am Freitag 19.30. Auf einer ca. 2 km langen Startlinie kam es zu turbulenten Situationen. Schliesslich wollten über 350 Boote wenn möglich bei ”null” über die Linie.

Uns gelang ein guter Start  schön nahe am Startschiff. Allerdings   konnte es auch ein Frühstart gewesen sein. Wir waren nicht sicher, aber dafür in bester Gesellschaft von ca. 100 anderen Booten. Einzelrückruf gibt es nicht und wir  vernahmen auch kein Signal welches einen Massenrückruf signalisiert.   Falls wir doch ein wenig zu früh waren ist es vielleicht im Pulk untergegangen. 

Nach dem Start und durch die Nacht bot der Bodensee alles. Moderate Winde, drehende Winde, Gewitter- und heftige Böen, Flautenlöcher und gerangel an den Wendebojen.

Es ging über Romanshorn zum Eichhorn. Statt noch nach Überlingen schickte man uns dort dann auf die verkürzte Bahn. Die LSCér hatten von den misslungenen letzten 3 Regatten gelernt.

Insgesamt waren es dann am Ende 55 sm als wir gegen 6 Uhr in Lindau über die Zielline gingen.  Je nach Wind und Windrichtung waren wir mit Spi (120 qm) oder Gross und Genua unterwegs. In einem heftigen Schauerfeld aber auch mal mit weggerollter Genua und einmal sogar mit gerefftem Gross. Dabei war eine besondere Herausforderung mit nur 3 Personen (3 waren in der Freiwache) den Spi zu bergen. Alles gelang gut, aber als es noch weiter auffrischte wurde die Freiwache geweckt. Einerseits um die Decksarbeiten erledigen zu können, andererseits aber auch um bei Manövern und Trimmarbeiten immer noch einen guten Ausguck zu haben. Denn peramant und bei schlechter Sicht und Nacht kreuzten Boot, oft nicht wirklich kontrolliert, unseren Weg. Unterschiedliche Lichterführungen machten es immer spannend die Fragen “reicht es ? , hat er Vorfahrt ?, ist ein Manöver von Vorteil? wie bekommen wir im Pulk freien Wind?

Die Crew bestand aus zwei Gruppen mit je 3 Personen.  Neben den beiden erfahren Bodensee-Seglern (Klaus und Raimond) waren noch 2 Segler (Fabian und Andrea) sowie Norbert mit etwas Mitsegelerfahrung und Andreas als engagierter Neueinsteiger dabei. Klar das Wache und Freiwache  also entsprechend aufgeteilt werden mussten.

Welche Plazierung auch immer heute abend noch verkündet wird, alle waren einhellig der Ansicht “Spannend, lehrreich und mit grosser Wiederholungsgefahr.

Wir berichten ggf. noch weiter …

Wie besprochen hier noch ein paar Details.

Bei der 61. Rund-Um kam es in den Gewitterböen gegen Mitternacht zu einigen Kollisionen sowie zur Kenterung von 2 Liberas. Die ungarische Raffica kenterte  durch und konnte die Fahrt nicht fortsetzen. Alle 16 Besatzungsmitglieder landeten im Wasser. Bei den Liberas hängen bis zu 13 Personen im Trapez ?!! Alle anderen Havarien und Kollisionen gingen glimpflich aus.

Der 22 Jahre alt Katamaran “Holly Smoke” war der erste im Ziel nach etwas über 6h (wir benötigten 4 stunden mehr).

Der Steuermann des Katamarans meinte in einem ersten Interview, “die Gewitterböen waren fürchterlich- man konnte nichts mehr sehen”. Das können wir so bestätigen. Zur Arbeit an Deck kam hinzu das viele Schiffe unseren Kurs kreuzten und diese noch Probleme mit dem Spi hatten. Dank guter Ausgucksarbeit kam es aber nie zu bedenklichen Situationen.

Gewitterstürme bei Nacht kommen noch überraschender als am Tage und bringen oft Windstärke 6-7 wie aus dem Nichts mit sich. Wir hatten gerade den Spi bei sehr schwachen Wind geborgen und wollten  höher mit Vollzeug segeln als es auch schon losging.  Die Trainingstage vorher waren Schwachwindtage gewesen und keiner hatte daran gedacht auch mal das Reffen des Gross zu üben. Vielmehr waren wir im Training bemüht viel Segelfläche in den Wind zu hängen - sprich wir vergnügten uns unter Spi.  Da aber genügend Segel-Know-How an Deck war, konnte das Reff schnell und sicher eingebunden werden. Die Winde forderden das wegrollen der Genua (ein teilweises einrollen ist  lt. Vercharterer  nicht zulässig). Nur am Rande sei bemerkt, dass die Bavaria 40 S ohne Vorsegel und mit einem Reff im Gross immer noch viel Lage schob und aktiv gesteuert und getrimmt werden musste. Oft musste der Traveller und manchmal auch das Gross gefiert werden um überschüssigen Wind auszuschütteln.  Trotzdem war das Schiff immer gut zu steuern und machte auch mit  8-9,4 knoten  eine gute Fahrt.

Zur nächsten Tonne ging es dann quasi in Rauschefahrt. Immer wenn man ans Ausreffen dachte fauchte wieder eine Böe heran. Wir hatten schon Bedenken was bei dieser Fahrt im Pulk mit anderen an der Tonne los sein würde, denn wir sahen einige Boote die mit Vollzeug kämpften und oft in den Wind gingen oder abfallen mussten.   Aber passend zur Ankunft an der Tonne machte der Wind eine Pause und die Landabdeckung sowie der Bootspulk reduzierten ebenfalls den Wind.

Mit anderen Worten, es ging mal wieder mühsam um die Tonne. Freien Wind zu suchen ohne im Pulk zu stecken war angesagt.  Ausreffen, Spi setzen und später wieder zu bergen waren die nächsten Manöver. Kurz nach der Wendetonnen am Eichhorn drehte der Wind, so das es wieder am Wind in Richtung Ziel ging. Das Boot der Wettfahrtleitung hatte übrigens Kursverkürzung signalisiert - wir mussten also nicht in den Überlingersee. 

Am Wind, dieser Kurs ist die Paradedisziplin der 40S. Hoch am Wind oder Raum und Downwind unter Spi (bis Halbwind mit Spi) da läuft es richtig gut. Halbwind bis moderat am Wind da passen die Holepunkte und die kleine Genua (105%) nicht wirklich. Bei längeren Passagen lohnt sich ggf. Halbwind mit Spi oder etwas höher mit Alternativschoten an der Genua (über Zusatzblöcke aussen geführt)           

Einige Schiffe konnten wir auf diesem Kurs überholen oder in unseren Kielwasser lassen.  

Am Ende war es Platz 132 von 350 Booten. Das Ziel war es bei gewohnten Windbedingungen unter den ersten 100 zu sein. Das wurde verfehlt leider knapp verfehlt. 

Resümee:  Nach einem guten Start erkannten wir auf der Kreuz zu spät, dass der Wind raumte. Statt langsam dem Dreher zu folgen mussten wir dann auf den nicht idealen Kurs zwischen Halb- und am Wind abfallen. Neben dem längeren Weg auch nicht die schnellste Disziplin der Yacht. Später sogar auf Halbwind - da konnte der Spi helfen und somit schlimmeres vermeiden.  Nach der ersten Tonne standen wir zu lange im Pulk und versuchen fast ohne Wind den richtigen Kurs zu segeln. Hier schneller aus dem Pulk zu segeln, auch wenn der Kurs mal nicht passt, ist sinnvoll.

Ob die Gewitterschauer und Böen (ca. 1,5h 6-7bft ) uns zurückwarfen ist schwer zu beurteilen. In jedem Fall zwangen einig Schiffsbegegnungen oft zu ungewollten Kursen. In jedem Fall wurde etwas zu spät ausgerefft. Das weiss man aber immer erst im nachhinein.

Wache und Freiwache konnten nicht optimal besetzt werden. Schon auf dem Weg nach Osten musste der Spi genutzt werden. Dazu sind 4 besser 5 Leute nötig. Und als dann bei schwachen Winden die Freiwache verspätet in die Kojen kam, war durch das Gewitter diese Wache schnell wieder vorbei.

Betrachtet man die anderen Boote so stellt man fest, das vergleichbare Boot etwa im gleichen Zeitfenster liegen z.T.  Minuten vor oder nach uns. Aber es gibt auch Ausreiser so war eine Schwesteryacht fast 20 Minuten schneller im Ziel als wir.    

Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Crew in dieser Zusammensetzung das erste Mal so auf diesem Schiff fuhr und nur 2 von 6 Crewmitgliedern aktuelle Dickschifferfahrung auf vergleichbaren Booten hatten. Zwei weitere Crewmitglieder sind Segler und 2  Nichtsegler bzw. zuletzt vor über einem  Jahrzehnt gesegelt sind.

Berücksichtigt man dieses so ist die Leistung ein solches Schiff unter diesen Umständen schnell und sicher über den Kurs zu bringen wirklich hervorragend und beachtlich und auch im Detail erwähnenswert.

 Toll war, dass alle Crewmitglieder auch bei Kälte und Regen engagiert segelten und das Boot bedienten. Bis zur letzten Rille wurde kämpften und  getrimmt. Deshalb grosses Lob an den Hauptsteuermann Klaus, an die Schotentrimmer Andrea und Fabian  die oft auch weitere Arbeiten wie Reffen, Spi, oder Pit und Steuern leisten mussten, sowie an Norbert der vor vielen Jahren mal auf einem Schiff unterwegs war und schnell als Vorschiffsmann Spi  und Baum in den Griff bekommen musste und das vorbildlich machte sowie Andreas der nicht nur die Kombüse füllte sondern als Ausguck und bei besonderen Arbeiten eingesetzt wurde und der beim Bergen des Spi´s mit höchster Konzentration perfekt steuerte.

Es ist zu hoffen und zu wünschen dass die Crew auch bei weiteren Regatten sich ganz oder teilweise wieder zusammenfindet und sich weiter verbessert. Denn nach der Regatta ist vor der Regatta.

Abenteuer am Abschlusstag:  

Norbert und Andreas waren schon abgereist und wir wollten bei Starkwind (die 40Blitze waren an) noch ein wenig segeln.  Bernd vom SV72 kam noch dazu.

Wegen starker Wellen und ordentlich  Wind entschlossen wir uns schon in der Hafengasse das Gross gerefft zu setzen. Vom Wind passte es und mit halben Wind ging es die Ausfahrtgasse der Ultramarina unter Segel in die Ausfahrt. Durch 2 Tage Starkwind hatte der Bodensee ein wenig Ähnlichkeit  mit der Ostsee. Wellen und Wind waren durchaus anspruchsvoll. Eine Weile segelten wir und leichte Seekrankheit eines Crewmitglieds sowie eine herannahende Regenfront forcierte den Entschluss wieder einzulaufen. Unseren Spass hatten wir ja gehabt.  Also sollte Motor an und Tuch herunter.  

Der Motor weigerte. Zwischenzeitlich wissen wir und der Bootsvermieter, wenn wenig im Tank ist, zieht er bei Kränung Luft.  Der Bootsvermieter füllt nur wenig ein  - er dachte 40-50Liter bei 270ltr Tanks reichen für den Bodensee - ja aber nicht bei Lage. Natürlich kann man die Lage vermeiden, im Zweifel erst das Tuch bergen und dann Motor an, aber ein besseres Gefühl ist es schon, wenn Land so nahe ist  den Motor zu haben.   

Wir entschlossen uns nach einigen Kreisen auf dem See unter Segel in die vielbefahrene Hafeneinfahrt zu segeln und dort in der Einfahrt das Tuch fallen zu lassen. Bei einem 8 Tonnen Boot und richtig Traffic im Hafen wollten wir das aber ggf. mit Rangier- und Verkehrslenkungshilfe realisieren. Dazu baten wir den Vercharterer uns per Schauchboot zu  unterstützen. Das klappte auch wunderbar. Übrigens ein Vorteil eines Segelboots. Ein Nur-Motorboot hätte nur noch versuchen können rechtzeitig vor dem auflaufen den Anker auszubringen. Am selben Tag wurden übrigens 6 Boote von der Wasserschutz abgeschleppt, ein Motorboot kippte bei Wind und Welle um und sank. 11 Passagiere wurden von einem Segler gerettet und eine Variante verlor ihren Mast konnte diesen aber bergen und mit eigener Kraft in den Hafen fahren.

Ja, das Schwachwindrevier Bodensee hat es manchmal in sich.

Aktuelle Regatta-Ergebnisse

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