Archiv der Kategorie Fahrtensegeln / Bootstouren

Segeltörn vom 01.10. – 15.10.2011 in Süddalmatien und Montenegro

Auf der Gib Sea 43  „ DARKO“

ACI Marina Split – Sv. Klement ( Palmizana ) – Lastovo ( Skrivena Luka ) – Peljesac
( Trstenik ) – Cavtat – Risan – Kotor – Mljet ( Okuklje ) – Korcula – Hvar ( Jelsa ) –
Brac ( Milna ) – ACI Marina Split

Skipper:  Manfred Fritsche

Crew: Gerhard Höhl
           Herbert Keller
           Gerd Herr
           Fritz Keilbach
           Werner Schaller
Am Samstag  01.10.11  ist die erste Hälfte der Crew mit der S-Bahn von Germersheim nach Mannheim und von dort, zusammen mit der anderen  Crewhälfte, mit dem ICE zum Fernbahnhof
Frankfurt-Flughafen gefahren.

Der Flugeincheck läuft teilautomatisiert und nachdem wir unsere Bordkarten aus dem Automat gezogen hatten, verlief die weitere Prozedur ohne behördliche Beanstandungen. Unser  LH-Flug 1412 mit einer Embraer 190  verlief einigermaßen planmäßig und die Maschine landete gegen 19.00h  auf dem Flughafen Split, nahe bei Trogir. Hier wartete schon das Großraumtaxi (Taxi Gogo ), das vorab schon von Deutschland aus geordert worden war auf uns. In schneller Fahrt legte das Taxi die 35-km Strecke zur ACI-Marina Split zurück.
Wir treffen gegen 19.50h in der Marina ein und finden den Liegeplatz des Bootes an der Mole D.
Es ist zwischenzeitlich schon dunkel geworden. Das große Boot macht einen guten Eindruck und bietet für 6 Personen, in 4 Kabinen, bequem Platz.

02.10.2011          Sonntag          heiter          3 – 4 bft.  NE

In der Zeit von 9.00 – 11.00h wurde der Bootseincheck  mit einem Mitarbeiter von Niva-Yachting ohne Probleme erledigt. Leider hatten wir die Segel nicht ausgerollt, was sich später als Fehler herausstellte. Ein Teil der Crew besorgte Proviant und Getränke, der Skipper erledigte die bürokratischen und pekuniären Angelegenheiten bei der Stützpunktleitung der Fa. Wimmer-Yachtcharter und um 12.00h legten wir ab.
 
Mit der kräftigen 4-Zylinder-Diesel-Einbaumaschine konnten wir uns aus dem verwinkelten, engen Sportboothafen  in den Vorhafenbereich hinaus manövrieren.  Außerhalb des Hafens, als wir genügend Manövrierraum hatten stellten wir das Boot mit dem Bug in den Wind und wollten das Großsegel setzen. Das misslang, weil sich das Rollsegel in der Mastnute durch vorher eingewickelte Falten, verklemmte. Mittels Bootsmannstuhl hievten wir Herbert bis zur ersten Saling in den Mast, er bändigte mit einem hölzernen Rührlöffel aus der Küche die Falten, so dass es beinahe gelang das Segel zu setzen.

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Das Hantieren in dem stark schwankenden Mast war aber zu anstrengend, so fuhren wir in den Sportboothafen zurück und legten uns längsseits der Pier. Nochmals  ging die Stopferei mit dem Kochlöffel los, es blieb aber  letztlich erfolglos. Über Handy berichteten wir den Stützpunktleiter
Tomislav Akrap von den Unzulänglichkeiten an seinem Boot. Er kam auch sofort und klarierte das Segel. Gleichzeitig zeigte er uns, wie das ausgelutschte Segel listenreich zu setzen und zu bergen sei, nachdem er das Großfall richtig durchgesetzt hatte.
Wir sollten auf jeden Fall die Segelmanöver per Hand erledigen, keine Winsch zur Unterstützung nehmen, dann wäre alles very easy, aber man braucht für das jeweilige Manöver 3 Personen, davon eine Person am Mast.

Was sollten wir tun. Ein Ersatzsegel oder gar ein Ersatzboot gab es nicht, wir fanden uns mit der Situation ab und hatten während des gesamten Törns Glück mit der Vorgehensweise wie Tomislav es uns aufgetragen hatte, es war halt etwas anstrengender.

Um 15.00h legen wir wieder ab und dampfen mit Maschine zur Durchfahrt zwischen den Inseln Brac und Solta. Danach wurde die Genua gesetzt und diese zog uns Richtung Nordspitze von der Insel Hvar.
Gerhard war am Steuer und setzt bei halbem Wind den Autopiloten ein. Wir hatten kräftige Wellen von der Luvseite. Der Autopilot hatte Mühe den Kurs zu halten, die Stabilisierungsausschläge waren extrem groß, Gerhard verzweifelte mit der Technik und glaubte zeitweilig an Sabotage. Letztlich hatte sich das Gerät gefangen und wir steuerten genau zur Bucht Palmizana auf der Insel Sv. Klement zu. Dort liegt in der Naturbucht eine ACI-Marina. 40 AMS-Regattaschiffe hatten auch Palmizana als Nachtquartier gewählt, weshalb beim Einlaufen in die Marina ein geordnetes Gedränge herrschte, das die Marineros gekonnt entflechteten. Wir hatten trotz misslichem Beginn noch einen schönen Segeltag erlebt, bei teilweise 8 knt. Fahrt nur mit der Genua.

Um 19.00h liegt unser Boot fest am Steg. Die Regattacrews beherrschen die gesamte Marina einschließlich der Örtlichkeiten und der wenigen Konobas. Die Restaurants sind hoffnungslos überfüllt, wir versuchen unseren Hunger in einer anderen Wirtschaft zu stillen, müssen dazu aber über einen Pfad den Berg hinauf zu der gegenüberliegenden Bucht ( Vinogradisce )  laufen, wo es schnuckelige Restaurants gibt  und wir in einer stimmungsvollen Konoba gut bedient wurden.

Vom kulinarischen Ereignis befriedigt sind wir postwendend zum Boot zurückgekehrt. Um 23.00h
War Ruhe auf unserem Boot.

Etmal  32 sm

03.10.2011          Montag          sonnig          2 bft  NW

Vor der Rushhour sind wir beim Duschen und schon recht früh wanderten wir nochmals zu der malerischen FKK-Ankerbucht Vinogradisce über den Bergrücken und lassen uns mit einem Morgenkaffee bei „ Toto „ für den schönen Tag stimulieren. Die meisten AMS-Regattaboote sind schon zum Sammelpunkt für die nächste Etappe ausgelaufen.
Um 10.30h legen wir auch Richtung Süden ab. Vor der Stadt Hvar  liegt ein Kreuzfahrtschiff  auf
Reede. Bis zum Leuchtfeuer Pokonjidol motoren wir und richten den Kurs zunächst auf die Nordspitze der Insel Korcula.

Leider lässt uns der Wind im Stich, so dass die Segel vorsichtig verstaut wurden.
Gegen 14.00h liegt der neue Kurs von 150 Grad an, auf die Westseite der Insel Lastovo gerichtet. Wir laufen an der Küstenlinie Lastovo entlang und sehen die verrotteten Geschützstellungen auf halber Höhe an den seewärts gerichteten Berghängen. Hier sollte der sozialistische Staat Titos gegen
Westeindringlinge verteidigt werden.
Um 18.00h  laufen wir in die geschützte Bucht Skrivena Luka ein, wo vor der Konoba „Porto Rosso“ ein Schwimmsteg mit Mooring Leinen, Strom und Wasser ausliegt.
Wir nehmen das Abendessen in der Konoba ein und gehen um 21.00h zurück zu unserem Boot. Als Nachbarn haben wir 3 einheimische Crews. Die Nacht ist wunderbar ruhig. Ab 0.00h  ist auch Ruhe auf unserem Boot. Alle Debatten über die Vielfalt der Segelei und deren Hierarchie sind erschöpfend abgehandelt worden.

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Etmal  39 sm

04.10.2011          Dienstag          sonnig           2 bft.  NE

Nach dem Frühstück machen wir einen Landgang auf eine Anhöhe über der Bucht und entdecken dabei zwei kleine Steinhaufeninselchen, wo wir später kurz baden wollten.

Gegen 10.00h laufen wir aus, fotografieren aber vorher noch  den übergroßen Gartenstuhl, auf dem sich unser Gerhard ziemlich heruntergebeamt ausmacht.
Danach also baden wir in gut temperiertem Wasser bei den Steinhaufen und setzen alsbald die Segel.

Mit Kurs 90 Grad laufen wir zwischen dem Steingerümpel der „Vrhovnjaci-Gruppe“ aufs Festland zu.
Wir müssen den Kurs auf 60 Grad korrigieren um genügend Freiraum zu haben. Wir segeln mit Motorunterstützung und haben als Zielhafen Trstenik auf der Halbinsel Peljesac im Visier. Dort laufen wir gegen 16.00h ein.
Der geschwätzige Hafenmeister lässt uns an der Innenpier in einer Hafenecke festmachen. Der Kommunalhafen  ist klein, die Ortschaft auch.
Wir suchen eine Konoba am Wasser liegend auf mit schöner Aussicht auf die Bucht. Von hier schauen wir einem kleinen Fischerboot mit Minimalbesatzung zu, wie sie in einem Spezialverfahren ihr Netz durch die Bucht bugsieren und dabei immer Landverbindung hatten. Wie wir später beim Verkauf der Fische an der Kaimauer sahen, war der Schlepp sehr erfolgreich. Nun laufen noch drei weitere landestypische sogenannte Motorsegler mit Touristen ein, die den Rest der Pier im Päckchen liegend, besetzen. Das gemischte Publikum ist teilweise wenig rücksichtsvoll und laut. So war es auch in der Nacht recht spät als Ruhe geboten wurde.
Nach dem Abendspaziergang ließen wir uns in einem Winzer-Gewölbekeller zu einer Weinprobe verführen. Der Wein ( Dingac ) war teuer und schmeckte so lala. Anstandshalber gingen zwei Rotweinflaschen in unseren Besitz über.

Etmal   41 sm

05.10.2011           Mittwoch          sonnig           3 bft.  NE

Der Wetterbericht spricht eine Starkwindwarnung „ Jugo „  für Freitag aus, wir nehmen das ernst und wollen heute möglichst weit nach Süden kommen, um am Starkwindtag schon in der Boka Kotorska zusegeln.
Gegen  9.00h legen wir ab, setzen sofort alle Segel und lassen uns aus der Bucht mit vollen Segeln hinausblasen. Der Wind strömt die hohen Berge herunter, es macht riesig Spaß bei fast glatter See schnell zu segeln.
Gegen 10.30h  geht der Spaß dem Ende zu, der Wind lässt auch bedingt durch die Bergformationen sporadisch nach, wir nehmen die Maschine zur Hilfe und setzen den Kurs an Dubrovnik vorbei  
auf Cavtat ab.
Um 16.30h laufen wir in die westliche Bucht im Hafen Cavtat ein. An der pieksauberen Pier machen wir mit Buganker und zwei Achterleinen unter Palmen fest.
Das gastronomische Angebot die ganze Pier entlang ist sehr einladend und die Restaurants sind gut frequentiert. Unseren  „ Anleger „  nehmen wir im Cafe „Capu“ direkt am Liegeplatz unseres Bootes ein. Eine geringe Hafengebühr haben wir schon bezahlt, es gibt aber weder Duschen noch Toiletten. Man wollte uns dann beim zweiten Anlauf  eines Kommunalbediensteten teuren Landstrom andienen, da haben wir lieber den Stecker wieder gezogen und  Strom an Bord gespart. Als weiteren Höhepunkt des Tages konnten wir bei einem Rundgang entlang der Küste einen wunderbaren Sonnenuntergang miterleben.
Die Sonne ist weg und es wird merklich kühler. In einer Pizzeria lassen wir uns das Abendessen schmecken.
Den Absacker lassen wir uns wieder in Bootsnähe munden, eine 3-Mann Kapelle spielt live cool Jazz bis spät in die Nacht hinein. Es war unser bisher schönster Segeltag von Tagesbeginn an mit allen Zugaben und dem musikalischem Abschluss zum Finale.

Etmal  44 sm
06.10.2011          Donnerstag          sonnig           2 bft.  E

Bei der Grenzpolizei und beim Zoll müssen wir heute ausklarieren, weil wir kroatische Gewässer verlassen werden und unser nächster Hafen in Montenegro sein wird. Dazu muss das Boot an den Zollanleger mit dem Emblem „ Q „  verlegt werden.
Mit Pässen ,Crewliste und Bootspapieren bewaffnet suchen Gerhard und der Skipper beide Behörden in getrenntliegenden Örtlichkeiten auf. Die Zollbeamten saßen im Cafe und ersuchten uns in 20 Minuten nochmals ins Büro zu kommen. Es gab keine echte Kontrolle am Objekt, es wurde nach Aktenlage entschieden und neue Papiere erstellt und vielmals abgestempelt, so sieht eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in de Südländern aus.

Um 9.15h legen wir ab und motoren an der kargen Küste entlang bis zur Südspitze von Kroatien, die gleichzeitig die Einfahrt in die dreifach gegliederte Bucht von Kotor ausmacht.

Nun müssen wir den Einklarierungshafen Zelenika finden, der östlich von Hercegnovi liegen soll. Aus der Ferne sehen die an der Küste liegenden Ansiedlungen sehr italienisch aus. Endlich finden wir die Anlegestelle der großen Gummiwalzen wegen, weniger wegen dem Bürokontainer mit der kleinen
Landesflagge.
Ein Zöllner nimmt uns in Empfang, bleibt dabei aber auf seinem sonnigen Platz am Container sitzen. Zuerst müssen wir zur Grenzpolizei in einem festen Gebäude stadteinwärts, dort werden wir von einer Politesse kühl aber pedantisch abgefertigt, wir erhalten neben neuer handgeschriebener Crewliste eine montenegrinische Gastlandflagge und eine Vignette für 6 Tage Aufenthaltsdauer, alles für stolze Euro 140.-
Beim lustlosen Zöllner ging es hernach entspannte zu.  Auf dessen Anfrage, ob wir deutschen Wein für ihn hätten, antworteten wir wahrheitsgemäß mit „nein“.
Dann sollten wir ihm eben Euro 10.- als „Customtax“ geben. Das war ein Angebot, dem wir nachkamen, eine Quittung gab es dafür nicht.

Nur mit gesetzter Genua segeln wir an der neuentstehenden Nobel Marina „ Porto Montenegro „ in Nähe des Flughafens Tivat vorbei und bergen dann das Vorsegel, weil der Wind in der Bucht stark dreht und wir eine weitere Engstelle mit Fährverkehr passieren.

Voraus liegt die verschlafene Ortschaft Perast, die in der Blütezeit bis zu den Türkenkriegen eine große Handelsflotte hatte und die beiden Inselchen mit Kultcharakter.
Die natürliche Insel Sv. Dordje mit einem Benediktinerkloster und dem Friedhof für den örtlichen Adel, sowie die auf einem Fels und Schiffswracks künstlich errichtete Insel Gospa od Skrpjela, jetzt ein Wallfahrtsort..
Unser Tagesziel ist Risan mit einem superkleinen Hafen, der für uns aber ungeeignet ist, da kleine Sportboote das Hafenbecken belegen. An der landseitigen Pier liegen zwei ausgediente Personenschiffe, die zu Billigrestaurants umgebaut waren.

Der einzig mögliche Anlegeplatz auf 2 m Wassertiefe ist unmittelbar nach dem Hafenbecken an der straßenseitigen Mole, aber ohne geeignete Festmachermöglichkeiten. Wir haben aber keine andere Wahl und versuchen mit langen Leinen das Boot irgendwie zu fixieren, da wurde auch kurzzeitig ein schwerer beweglicher Blumenkübel missbraucht.
Bezüglich Yachtinfrastruktur bietet der Platz nichts, dafür kostet es auch keine Hafengebühr. Die alte Stadt, die an einzelnen Gebäuden noch Spuren des starken Erdbebens von 1979 aufweist, ist ansonsten wenig attraktiv und so strukturiert, wie man es sich am Balkan vorstellt.

An Bord gibt es heute Spaghetti mit leckerer Sauce, es folgt noch ein Abendspaziergang, wobei uns russische Glücksspieler unangenehm auffielen, eine Absteige für lockere Mädchen war auch nicht zu übersehen.

Etmal  35 sm
07.10.2011           Freitag           bedeckt             böiger Wind aus diversen Richtungen

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Um 9.30h legen wir ab, zum Glück  haben wir bei dem geringen Wasserstand keine Schäden am Unterwasserschiff erlitten, es stinkt nach Schwefelwasserstoff also nichts wie weg .Starke Fall Böen wechseln sich mit flautenverdächtigen Sektionen ab. Die bis zu 1.700 m  hohe Gebirgskulisse zusammen mit dem Wolkenbild ist sehr beeindruckend.
Wir laufen in Kotor ein, dort liegt das Kreuzfahrtschiff  „ Insignia „ und auch die Sea Cloud III  liegt an der Pier, ein weiteres Kreuzfahrtschiff folgt unserem Kurs und geht vor Anker.

Um 12.00h  machen wir an einem freien Platz an einem Ausleger fest, es bläst heftig vom Berg runter, das Anlegemanöver ist nicht einfach.
An Bord wird  eine Kleinigkeit gegessen dann erfolgt der erste Stadtrundgang durch den alten Stadtteil von Kotor, der innerhalb einer wehrhaften Befestigungsanlage liegt.
Um 14.00h  fahren wir mit dem Linienbus zum Landausflug nach Budva. Das ist ein Zentrum des Jugendtourismus an der Adria. Es hielten sich viele britische Fußballfans in der Stadt auf, da am gleichen Tag ein EM-Qualifikationsspiel Montenegro-England in Podgorica stattfinden sollte.

Die Rückfahrt mit dem Bus führte am Flughafen Tivat  vorbei, wo tote Hose herrschte. Wieder in Kotor angekommen kauften wir bei einem Metzger prächtige gegrillte Hähnchen XXL ein, die an Bord verspeist wurden.

Etmal   19 sm
8.10.2011Samstag

Heute machen wir einen Hafentag in Kotor.
Nachts zog ein starkes Gewitter durch, es regnete und die Temperaturen waren merklich gefallen. Wir besuchten ausgiebig die Altstadt von Kotor und beobachteten von einem Straßenkaffee aus den Touristen-Besucherstrom.
Heute stand ein Landausflug mit dem Linienbus nach Podgorica, der Landeshauptstadt auf dem Programm. Der Bus sollte planmäßig um 11.50h  abfahren, da aber die Skipper auf dem Boot zu lange mit Besorgungen zu gange  war, also unpünktlich gewesen ist, wartete der Busfahrer gegen ein kleines Handgeld das Eintreffen des Skippers und des Co-Skippers ab. Über Budva führte die Straße an Cetinje vorbei über unzählige Kehren durch das Gebirgsmassiv im Bereich des 1750 m hohen Lovcen nach Podgorica. Dort war es aber so lausig kalt und regnerisch, dass wir auf den angedachten Stadtbummel verzichteten und mit dem nächstmöglichen Bus zurück nach Cetinje gefahren sind.

Auch hier war es auf 600 m  über NN nicht wärmer. Wir schwärmten aus, schauten kurz die Residenz des jetzigen Staatspräsidenten ,den Königspalast des vormaligen Herrscher von Montenegro und einige frühere Botschaftsgebäude aus den 1900 ter Jahren an und dann drängte es uns von Kälte und Hunger getrieben in eine einfache Pizzeria. Danach laufen wir im Regen schnell zur Busstation um nach Kotor zurückzufahren.
Dort fängt uns ein  Taxifahrer ab und will uns 6 Personen mit zwei Taxen für insgesamt Euro 30.- nach Kotor fahren. das ist erstaunlich günstig und kaum teurer als die Busfahrt. Wir gehen auf das Angebot ein und hatten eine bequeme Rückreise. das dicke Ende kam, nach unserer Ankunft in Kotor, wo dann Euro 30.- pro Taxi gefordert wurden.
Diesem Geschäftsmodell setzten wir unsere ganze Hartnäckigkeit entgegen. Über einen gut englisch-sprechenden Kellner in unserem Stamm Café, ließen wir dem Taxifahrer in seiner Landessprache ausrichten, dass sein Versuch uns zu übervorteilen und auszutrixen misslungen ist.

Gegen 17.00h  haben wir den lästigen Taxifahrer abgeschüttelt, es ist jetzt auch in Kotor unangenehm kühler geworden. Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Boot.
09.10. 2011           Sonntag             Schleierwolken               kalter Wind aus  NE

Wir verlassen heute wieder Montenegro und klarieren um 8.00h  bei Zoll-und Grenzbehörden aus. Gegen 9.00h  legen wir ab und fahren aus dem Kotorfjord. Am neuen Porto Montenegro wollten wir Diesel nachtanken, aber die Tankstelle ist außerhalb der Saison nur werktags geöffnet .Mit Maschine fahren wir bis zur Ausfahrt Boka Kotorska, setzen dann die Genua und mit Kurs 300 Grad segeln wir an der Küste entlang nach Cavtat.
Dort kommen wir um 16.00h  am Kai  „ Q „  zum Einklarieren in Kroatien wieder an.
Nach dieser formalen Prozedur verlegen wir wieder längsseits der Hafenpier und besuchen das schon bekannte Jazz-Cafe zu einem  Cappuccino. Fritz macht heute ein Abendessen mit Kartoffeln. Wir liegen wieder schön ruhig.

Etmal  37 sm
10.10.2011           Montag           halb bedeckt                            6 bft.  NE

Die Nacht war bedingt durch den starken Wind und die Wellen unruhig geworden, überall waren Knarrgeräusche wahrnehmbar.
Gegen 10.00 h  legen wir ab und setzen unmittelbar danach die Genua. Bei toller Fahrt  haben wir die markante Felseninsel Sv. Andja mit dem Leuchtfeuer voraus. Vor der Passage dieser Insel setzen wir auch noch das gereffte Großsegel und mit Kurs 260 Grad  preschen wir bei rauer See auf die Südspitze der Insel Mljet zu. Durch die Wetter-und Windbedingungen haben wir einen starken Kursversatz nach Westen.
An der Kimm beobachten wir Raimond mit seiner Bavaria 46 von Dubrovnik kommend, der aber mehr Raum zur Insel Mljet hat. Um nicht aufkreuzen zu müssen fahren wir hart am Wind so gut es geht, streichen dann die Segel und fahren mit Maschine um die Inselspitze herum und die letzten 4 sm an der Insellinie entlang in die geschützte Bucht Okuklj auf Mljet.

Eine bewaldete, schöne ruhig gelegene Bucht. Vor dem uns empfohlenen Restaurant „ Maran“ machen wir mit Mooring und zwei Heckleinen fest. Der Wirt ist beim Anlegemanöver behilflich ,der Liegeplatz ist gratis, dafür erwartet man, dass man Köstlichkeiten des Restaurants verzehrt. Das  war auch so von uns beabsichtigt.
Der Wirt empfiehlt einen kapitalen Fisch vom Grill für die ganze Crew mit Vorspeise, Nachspeise und Landwein. Das war wirklich ein fürstliches Essen zu dem uns Fritz aus Anlass seines Hochzeittages eingeladen hatte.
Dieser schöne Segeltag mit dem krönenden Abschluss war ein weiteres Highlight des Törns.

Etmal    29 sm
11.10.2011            Dienstag                   sonnig              3  bft.   NE

Natürlich kommen wir dem Wunsch des Wirtes nach und tragen uns als SCLF-Crew im Gästebuch ein. Die freundlichen Segelkameraden aus Kärnten machen uns dann darauf aufmerksam, dass unsere Pasarella, wir sagen Gangway, mit einem Ende im Wasser liegt.

Gegen 10.00h legen wir ab und verlassen die naturschöne Bucht unser Tagesziel ist Korcula. An der Insel entlang segeln wir Kurs NW  in die Naturbucht von Polace an der Nordseite der Insel Mljet.
Dort liegt Raimond mit seiner Bavaria 46 „ Niva „ vor der Konoba Paradiso.
Die ganze Besatzung ist mit Mountainbikes auf Landerkennungstour. Wie abgesprochen deponieren wir eine SD-Speicherkarte für einen der Fotoapparate auf der  Niva  und ankern dann unweit der  Niva in einer wunderbaren Bucht, baden ist angesagt.
Die Wassertemperatur ist noch angenehm.
Fritz legt sich besonders ins Zeug , räumt die Backs Kiste mit Lebensmitteln leer und bereitet uns einen wunderbaren Eintopf.

Um 15.00h  geht der Anker auf und über eine schmale, flache Furt fahren wir aufs offene Wasser hinaus. Es steht eine lange Dünung an, aber fast kein Wind, also müssen wir bis Korcula Marina motoren.
Um 18.00h laufen wir dort ein, wegen starkem Seitenwind brauchen wir zwei Anläufe, das Bugstrahlruder war hierbei wenig hilfreich, da ohne große Wirkung. Aus Unachtsamkeit oder vielleicht ganz bewusst, sorgt ein Marinero der Marina dafür, dass wir die Sorgleine der Mooring in den Propeller bekommen. Dann bietet er uns an einen Taucher zu besorgen, was das kostet weiß er angeblich nicht.
Wir ahnen dass das wieder ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für den Taucher ist, gleicher Meinung sind Bootsnachbarn aus Polen, die sich anbieten mit scharfen Messer bewaffnet zu tauchen, das nahmen wir an und nachkurzer Zeit waren wir von dem Malheur befreit.

Zwischenzeitlich war auch der ortsansässige Taucher mit einer neuen Sorgleine quer über das Hafenbecken geschwommen und hat diese an unserer Mooring angebracht.
Bei weiteren Gesprächen mit den hilfsbereiten Polen, wir konnten uns mit 2 Flaschen guten Rotweins revanchieren, Geld wurde abgelehnt, stellte sich heraus, dass sie in der Geburtsstadt der Frau des Skippers nämlich Breslau ansässig waren.
Ein abendlicher Spaziergang durch das romantisch beleuchtete Korcula beschloss den Abend.

Etmal     32 sm

12.10.2011           Mittwoch             sonnig                 2 bft.     NE

Nach einem Probelauf- konnten wir feststellen, dass der Propeller und die Propellerwelle keinen Schaden abbekommen haben.
Wir legten gegen 10.00h  ab, unsere freundlichen Polen waren schon auf und davon, und liefen zur Tankstelle um 60 lt. Diesel zu übernehmen.
Gegen 11.00h wurde die Tankstelle verlassen und wir konnten dann sofort Segel setzen. Im schmalen Kanal zwischen Insel Korcula und der Halbinsel Peljesac konnten wir prima aufkreuzen, dabei entwickelte sich eine kleine Miniregattamit zwei anderen Booten auf gleichem Kurs.
An der Nordspitze von Peljesac angekommen, richten wir den Kurs gen Osten auf die Südspitze der Insel Hvar zu. Ab 16.00h mussten wir motoren, da das Tagesziel Jelsa  noch ziemlich weit weg war.

Wir umrundeten die Inselspitze und fuhren auf der Ostseite von Hvar dem Tagesziel entgegen. Es dämmerte dann schon und bei untergehender Sonne bot der Himmel ein beeindruckendes Farbenspiel.
Um 19.00h kommen wir im Kommunalhafen von Jelsa an und legen uns an Mooring und Heckleinen vor das Speiselokal  „ Konoba Napoleon „.
Die Atmosphäre im Lokal ist sehr ansprechend und wir beschließen auch dort zu speisen.

Etmal   49 sm

13.10.2011            Donnerstag             blauer Himmel                       Bora

Werner hat heute einen runden Geburtstag, das Boot wird mittels einer Heißleine und der Dirk mit vielen Gastlandflaggen geschmückt. Das Frühstück entsprach dem würdigen Anlass, Werner soll es noch lange gut gehen.
Um 10.30h  legen wir ab und segeln bei achterlichem Wind Richtung der Durchfahrt zwischen den Inseln Brac und Solta . 15.00h  Die Segel werden geborgen und mit Maschine laufen wir in die Necujambucht, wo wir eigentlich die Nacht vor Anker und mit Heckleinen an einer Pinie verbringen wollten. Die Bora steht vol in die Bucht herein.
Nahe des beabsichtigten Ankerplatzes liegt ein schon vor längerer Zeit gesunkenes Ausflugsboot auf Grund, es schauen nur noch die Decksaufbauten und ein Teil der Reling aus dem Wasser. An der gegenüberliegenden Buchtseite ragt der Mast einer gesunkenen Yacht aus dem Wasser, alles nicht sehr einladend und latent gefährlich.

Wir gehen kein Risiko ein und verlassen die Bucht wieder. Alternativziel ist die Marina Milna auf der Insel Brac. Dort laufen wir bei heftigem Wind um 17.30h ein.
Marineros helfen uns professionell beim Längsseitsgehen, das Boot ist gut abgefendert , die Bora drückt uns voll auf den Steg, kann uns aber nichts mehr anhaben.

Etmal    35 sm

14.10.2011            Freitag                     blauer Himmel                         Bora
Alle hoffen, dass die Bora wenigstens zeit weise etwas nachlässt, damit wir einen Auslaufplan verwirklichen können ,wie wir aus dieser Mausefalle in der wir uns als Längsseitslieger befanden, unbeschadet wieder herauskommen wollen.
Gegen 11.00h  legt das uns unmittelbar behindernde Boot ab, jetzt gibt es einige Meter Freiraum. Mit Eindampfen in die Vorspring und Unterstützung der Marineros beim Leinen lösen, kommen wir frei.

Jetzt wollen wir nochmals die Tankstelle anlaufen und etwas Diesel nachtanken. Danach laufen wir mit gereffter Genua in der weiten Splitbucht aber ohne besonderes Ziel. Es bläst noch ein mächtiger Wind
Wellen sind auch recht kabbelig, doch plötzlich gegen 12.30h  ist der Wind weg, nur noch aufgewühltes Wasser, wir dümpeln.
Also laufen wir mit Maschine zur ACI-Marina Split an den Liegeplatz 12  zur Mole D  und machen dort das Boot fest. Über Funk hatten wir dem Vercharterer unsere Rückkehr angekündigt.

Etmal      12  sm

Kurze Zeit später läuft auch Raimond mit seiner Bavaria 46  ein und macht an der gleichen Mole fest.
Den Abend verbringen wir gemeinsam in der Konoba  „ Varos „  in Split bei landestypischen Gerichten und Getränken.
Es war ein sehr schöner Abschluss für zwei gelungene, getrennt gesegelte Törns.

15.10.2011                  Samstag                       sonnig
Nach dem Frühstück checken wir aus, lassen unser Gepäck aber an Bord und laufen in die Altstadt von Split. Es interessiert besonders der Baukomplex des Diokletianpalastes, als Alterssitz für den römischen Kaiser Diokletian  vor ca. 1650 Jahren errichtet.
In einzelnen Gruppen aufgeteilt verbringen wir den sonnigen Tag jeder nach seinem Gusto in Split und wandern am frühen Nachmittag zum Boot zurück.
Gegen 16.00h  kommt unser Sammeltaxi und bringt uns zum Flughafen. der Abflug verzögert sich etwas ,wir starten erst kurz vor 20.00 h 
Am Flughafen Frankfurt angekommen müssen wir noch auf den Zug Richtung Mannheim warten.
Kurz nach Mitternacht haben wir alle unsere Anschlusszüge in die Heimatorte.

Auch dieser Törn der MRC-Gruppe vom SCLF Lingenfeld war wieder ein Erfolg und rechtfertigt die mit der Vorplanung verbundene Arbeit. Dafür danke ich allen beteiligten Segelkameraden.

Gesamtetmal   404 sm
Karlsdorf, 28.11.2011                     Manfred Fritsche

Kroatien-Törn 2011

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Verlauf der Route: Split, Vela Luka, Korcula, Okuklie, Dubrovnic, Polace, Lastovo, Hvar, Milna, Split 

Die Best-Off Bilder beider Crews …. hier klicken [….]

Auch in diesem Jahr besuchten wieder zwei SCLF-Crews Kroatien.

Während die Crew um Manfred Fritsche schon ab Split auf einer GibSea 43 seit dem 1.Oktober die dalmatischen Gewässer kreuzte kam die Crew um Raimond Herrmann erst am Mittwoch den 5.10. an.

Hier nun der Kurzbericht von Raimond (Skipper). Der Bericht von Manfred, also dem Skipper der 2. Crew, folgt noch.

Um es vorweg zu nehmen   Wetter, Wind und Land zeigten sich von der allerbesten Seite. Wir, also Gudrun Herrmann, Klaus und Traudel Hedrich, Edmund Schreck, Klaus Gerbes und ich übernahmen in Split in der ACI-Marina eine Bavaria 46c. Natürlich war vorher alles bestens organisiert. Flug, Transfer, einchecken, Einkauf und Schiffsübernahme gingen fast reibungslos vonstatten. Ja fast, denn unser Crewmitglied Lothar Lang verletzte sich am Tag vor dem Flug und so musste per Expressorganisation ein Ersatz gefunden werden. Blitzschnell sagte Klaus Gerbes zu und es gelang noch einen passenden Flug, wenn auch je einen Tag später als wir, zu günstigen Preisen zu buchen. 

Ach ja, wir hatten ein Boot mit Gitarre gebucht - auch diese fehlte noch  - wurde aber von Thomislav dem netten und rührigen Chef von Niva und vom Pitterstützpunkt in Split persönlich gestimmt und eigenhändig vorbeigebracht.  

So konnte dann die Seereise los gehen.

1. Tag

Auslaufen unter Motor. Zunächst ging es bei bestem Wetter aber keinem Wind in  Richtung Hvar. Vorbei an der Durchfahrt zwischen Brac und Solta. Auch Hvar ließen wir zunächst links liegen und legten Kurs zur Insel Korcula, genauer in die Vela Luka. Zwischenzeitlich hatte der Wind doch etwas zugelegt und wir konnten segeln. Das fing wirklich gut an. Hatten wir uns doch vorgenommen als entferntestes Reiseziel Dubrovnic zu erreichen.

In der Vela Luka bot sich dann kurz nach dem Anlegen ein wunderbarer Sonnenuntergang. So endete der erste Segeltag mit über 42 Meilen auf der Uhr und mit der Einkehr in einer Konoba.

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2. Tag

 Etwas frischerer Wind bot sich als Carrier an. So verliessen wir die tief ins Land ragende Bucht direkt unter Segel. Wir hatten vorsorglich leicht gerefft denn starke Böen wollten gemeistert werden. Der Wetterbericht sprach von 5-6 in Böen 8.   Beim ersten Segelmanöver ein Knall und die Grossschot hatte Ihren Anschlagpunkt auf dem Traveller pulverisiert. Offensichtlich ein Ermüdungsbruch. und gut so dass es bei so einfachen Bedingungen passierte und weiter kein Schaden entstand. Wir reparierten mit Tauwerk und ich darf verraten das hielt bis zum Schluss und auch allen Winden und weiteren Manövern stand.

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Mit gutem bis frischen Wind ging es entlang der Nordküste der Insel Korcula. Bis zum Hauptort der Insel “Korcula auf Korcula”. Es waren für den Abend Gewitterstürme vorhergesagt und die ersten Boten in Form ruppiger Böen gab es jetzt schon. Wie üblich in der Region wollten wir rückwärts also “römisch-katholisch” anlegen. Der Seitenwind erfoderte schnelle Leinenarbeit und ein Anlehnen an ein benachbartes Schiff. Es war Platz und so konnte es als Übungseinheit realisert werden. Der Trainingslauf klappe zwar von der Fahrt, aber nicht von der Arbeit an den Leinen. Statt anlehnen am etwas kleineren und kurzen Nachbarschiff, drohte uns dadurch ein Drehen des Bugs ein verwehen in das vorstehendes Ankerngeschirr des Nachbarn  und überlaufen einer Nachbarmooring. Keine Zeit also mehr für Übungen und Erklärungen des Skipper. Also ich legte nun selbst  Hand an.  Boot freifahren und wieder zurück auf den geplanten Liegeplatz. Auch diesmal klappte die Anfahrt, aber die Leinenarbeit war noch nicht optimal. Doch diesmal konnte mit Anlehnen an die Fendern des Nachbarn und etwas Motor und Bugstrahlruder die Position gehalten werden und die Leinen gingen dann doch noch über an Land und die Mooring wurde hart durchgesetzt. Zum Bugstrahlruder ist zu sagen, einzig um in ganz engen Kurven wenn für das Heck kein Platz ist um die Drehung einzuleiten, ist es hilfreich. Nur etwas Wind auf dem Bug und die Wirkung geht gegen null. 

Heute waren es nur etwas über 26 Seemeilen. Aber Wind zum Teil über 30knoten

Ein Spaziergang am Abend, ein Besuch in einem Restaurant und das versprochene Gewitter rundeten den Abend ab.          

Am Morgen nach dem wie immer opulenten und genussvollem Frühstück wurde die Altstadt erkundet, jeder Stein wurde auf Zelloloid, ach nein,  auf Speicherkarte gebannt oder nennt man das gebrannt?. Die Marktfrauen wurden um die eine oder andere Ware erleichtert und um Kuna bereichert.  Und natürlich durfte auch ein Kaffee auf dem Marktplatz nicht fehlen. Ach es geht uns gut.  Zwar ist es etwas abgekühlt aber immer noch eher warm.

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3. Tag

Unsere Reise geht weiter in Richtung Süd-Osten. An der Nordseite der Insel Miljet wollen wir je nach Wind entweder nach Polace oder nach Okuklie. Der Wind spielte mit und so ging es zunächst an der Bucht von Polace vorbei. Diese Bucht musste noch auf uns warten. Das Gewitter scheint auf der Halbinsel im Norden ein Feuer entzündet zu haben - oder waren es unachtsame Raucher?   Wir durften Wasser-Löschflugzeugen beim löschen eines Waldbrands zusehen und nutzen den Wind um weiter entlang der Insel Miljet zu segeln.   

Telefonisch erfragten wir bei der Konoba Maran ob ein Liegeplatz und etwas feines zu essen auf uns warten würde. Das wurde bestätigt. Bald bogen wir ab in die Bucht und gleich das erste Haus auf der rechten Seite ist das von einer Deutsch - Schweizer Familie bewirtschaftet “MARAN”.  Man erwartet uns gleich an mehrern Stegen und lockte uns mit parat gehaltener Mooring - aber wir hatten ja einen festen Plan und machten direkt vor dem Restaurant Maran fest. Auch hier wird mit Mooring und Heckleinen festgemacht. Das Anlegen klappte prima.  Es gab ausgezeichneten Fisch und guten freundlichen Service. Duschen gibt es nicht und die Toiletten werden nachts verschlossen. Gut das unser Schiff eigene Toiletten hat. Nachts kommt zunehmend die vorgewarnte Bora auf. Diese rüttelt etwas am Rigg, aber wir liegen gut und sicher.  Doch bevor wir ins Bett fallen überfällt uns eine unergiebige Disskussion fern der Praxis zum Thema Anlegen  - aber besser als diskutieren ist: “Es gibt nichts Gutes  - außer man tut es ”. Es wird noch mehr Anleger geben und auch dort wird der Skipper nur eingreifen wenn nötig und erst mal machen lassen.       

Etwas über 30 Seemeilen  Wind bis 33 Knoten

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 4. Tag

Der Wind heult  im Rigg und die in die Bucht drehenden Starkwinde sowie beachtlich einlaufender Schwell haben für etwas Respekt vor Wind und Wetter gesorgt.  Mit gemischten Gefühlen macht man sich nach dem Frühstück fertig. Das Boot wird seefest gemacht und die Mannschaft hinsichtlich Sicherheit und persönlicher Sicherheitsausrüstung informiert. Prinzip: Sicherheitsausrüstung parat halten oder anlegen. Keine Arbeit ohne Lifeline ausserhalb der Plicht.  Vom Ausbringen von Strecktauen sehen wir ab. Weil diese rund und dick sind, sind diese eher eine Gefahr als eine Hilfe, zumal nicht viel ausserhalb der Plicht  zu tun ist und bis zum Mast gute Handläufe verfügbar sind.  

Wir legen ab und kämpfen uns im Zickzack unter Motor aus der Bucht um nicht hart gegenan zu gehen. Nachdem wir genügend Leeraum haben setzen wir Segel und reffen ordentlich. Die Mannschaft entspannt sich. Das Schiff kann einiges ab und so schlimm wie es in der Bucht aussah ist es auf der offenen See nicht. Allerdings sahen wir den ganzen Tag nur 3 andere Segel!

Es gibt genügend Rudergänger, Schotenzieher und Winschkurbler. Der Skipper könnte sich schlafen legen da auch die Naviagation durch Redundanz gesichert ist. So ziehen wir bei Wind und Welle flott und stetig nach Südost in Richtung Dubrovnic. Nach einer Weile kommt eine kleine Insel in Sicht. Steuerbord/Backbord ?

Es wird für “liegen lassen an Backbord” entschieden. Es spricht nichts dagegen - es ist nichts im Wege und auch wenn es nicht der kürzeste Weg ist und so lässt der Skipper es so laufen. Später wird klar, dass ein Wegpunkt nicht korrekt gelegt wurde. Hier in diesem Revier unter Sicht ist das ja kein Problem - man hätte auch nur nach einem Blick in die Karte ohne weitere Hilfen fahren können. Aber die Mitsegler wollen ja auch solche Dinge trainieren. 

Wir kommen der Einfahrt nach Komolac, welches tief im Taleinschnitt liegt, und  die ACI-Marina beherbergt immer näher und das Kreuzen bei böigen und drehenden Winden ist nicht sonderlich effektiv da die halb weggerollte Genua nicht ideal steht. Also  Segel runter, Motor an und langsam gegenan. Aus dem Stadthafen werden zwei Kreuzfahrtschiffe herausbugsiert, an denen wir uns vorbeitasten.  Unter der Brücke durch und schon sehen wir in den Fallböen Wasser fliegen. Der Zufahrtsweg durch das enge Tal  ist für Böen in Orkanstärke bekannt. Für uns hat er nur Starkwind- und Sturmböen genau von vorn übrig. Aber auch das ist schon Respekt einflössend.

Im Hafen weisst uns der Marinero einen guten Platz zu. Durch die auch hier noch wirkenden Fallwinde muss das Manöver schnell und entschlossen gefahren werden. Aber zuerst darf wieder geübt werden - denn nur so kann man es lernen oder langsam begreifen. Der Wind ist gegen den Steuermann und das Schiff läuft nach dem 2. Versuch Gefahr so zu vertreiben das kein Steuern mehr möglich ist. Nach zwei Versuchen greife ich also ein und habe den Wind auf meiner Seite. Schnell ist das Boot festgemacht. Das ist besser als jede Theorie und Disskussion und fühlbar anschaulich. So nun mögen doch nun die Fallwinde jaulen - wir liegen gut.   

Zwar weht es kalt, aber wir wollen Dubrovnic besuchen. Wir nehmen für wenige Kuna die Bus-Line 1A oder 1B und fahren in die Altstadt. Diese Linie fährt im Schnitt jede halbe Stunde und wird uns auch wieder zurückbringen. So viel Trubel sind wir gar nicht mehr gewohnt. Wir geniessen aber auch das Flair der Stadt und gehen den Rundweg über die Mauer. Später werden wir uns alle wieder treffen und die Mehrheit wird entscheiden in der Marina zu essen. Das hierbei in die Pizza statt in das Restaurant navigiert wird ist zu verschmerzen - die Pizza war gut und preiswert.         

26 Seemeilen ruppiger Wind in Böen bis 38 Knoten  und mind 400 Bilder aufgenommen

  

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Tag: 5

Genial, wir lassen uns von den z.T. heftigen Böen aus der Bucht ziehen. Die Genua macht es gefahrlos möglich.

Vorher hatten wir noch ein bischen Nachschub an Lebensmittel sowie Kuna gebunkert. Die Marina bietet alles  - allerdings auch saftige Liegepreise. Wer nicht unbedingt den Trubel von Dubrovnic braucht dem sei Korcula, als das “kleine Dubrovnic” empfohlen. Wir können es beruteilen wir haben beides gesehen .   

Welcher Kurs heute? Auf der Hinfahrt hatten wir Polace auf Miljet ausgelassen - nun wollen wir es anlaufen. Kaum aus der Schlucht ausgelaufen lässt der Wind uns und die Segel hängen. Abwechselnd unter Motor dann wieder unter Segel kämpfen wir uns die ersten Meilen aus der Abdeckung heraus. Endlich können wir zwischen den kleinen vorgelagtern Inseln hindurch und etwas weiter vom Land weg.  Der Wind legt sich nun mächtig ins Zeug und mit gerefften   Segeln machen wir gute Fahrt. Die Steuerleute sind vom Ehrgeiz ergriffen keinen Faden Höhe zu verschenken und unser Ziel ohne Wende zu erreichen. Der Wind spielt gerade so mit und nach schöner Rauschefahrt erreichen wir am Nachmittag die malerische Bucht mit dem Ort Polace.

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Auch hier winken die Restaurantbesitzer mit Mooringleinen. Wir legen vor dem “Calypso” an. Die Mooringleine ist kostenlos für Restaurantbesucher. Das nehmen wir gerne so wahr.  Wir essen gut und fassen den Entschluss den nächsten Tag den Naturpark zu besuchen. Klaus Hedrich organisiert dafür Mountain-Bikes. Doch zuvor haben wir noch eine etwas abenteuerliche Nacht vor uns. Der Wind frischt ab 2.00 immer stärker auf. Die ersten Kontrollen - alles noch in Ordnung. Doch etwas später noch mehr Wind und immer stärkerer Schwell. In Lee von uns ein etwas kleiners Boot wird nicht mehr von uns geschützt sondern wir legen uns immer mehr bei Schwell und Wind drauf. Mooring mehr durchsetzen! - hilft nicht. Luvseitige Achterleine hart durchgesetzt - auch das bringt nichts. Wir wollen es noch mit einer zweiten seitlichen Mooring versuchen und diese mit Bugstrahl und Motorunterstützung durchsetzen. Das bringt ein klein wenig Erleichterung - aber der Wind legt wieder nach.  Wir vereinbaren mit dem anderen Schiff, dass wir ggf. ablegen und im Schutz der nächsten Seitenbucht vor Anker gehen - voher aber wollen wir noch einen Versuch unternehmen eine Leine von der Mittelklampe so weit wie möglich seitlich auszubringen. Das gelingt und bei langsam nachlassenden Wind hält diese Leine die Hauptlast des seitlichen Schwells und des Windes. Um 4.00 ist der Spuck vorbei.

Was war passiert: Der Wind hatte nachts nicht nur zugelegt sondern auch von NW auf NE und dann auf ENE gedreht. Und da war die Bucht offen. Der Wetterbericht hat´s nicht gewusst!

37 Seemeilen Wind NW, N, NE, E 6-7  Böen 8-9   

Tag: 6      

Hafentag, genauer Ausflug auf Rädern in den Nationalpark und zu den Seen. Eine schöne Abwechslung in einer traumhaften Region und Gegend. Und unbedingt jedem empfohlen der in die Näe kommt.

Am frühen Abend, noch immer liegen wir an der Restaurantmooring, haben sich weitere Chartercrews eingefunden. Klar, das Wetter ist besser vor allen Dingen ist der Wind nicht mehr über sondern weit unter 6Bft. So sieht man nun doch mehr Segel am Horizont ihren Weg ziehen. Wir wollen zwar ablegen, aber nur ein kleines Stück über die Bucht und dann vor Anker gehen. Mit den letzten Sonnenstrahlen lassen wir Anker fallen und fahren ihn ein. Danach ist Badtag angesagt. 

 Das Wasser ist herrlich und nach anfänglicher Scheu bleibt nahezu jeder länger und geniesst.  Obwohl kaum Wind angesagt ist und auch der nicht immer zuverlässige Wetterbericht keine Störung meldet, wird Ankerwache eingeteilt und auch gegangen.

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Eine Vollmondnacht, die laue Luft, ein paar Sterne und die Geräusche der Nacht machen das zum Vergnügen zumindest aber zu Erlebnis.

0,3 Seemeilen aber über  25Km Fahrtradtour

Tag 7

Anker auf und Segel gesetzt. Die Insel Lastovo wartet.  Auch hier ist der Wind wieder mit uns. Und schon bald können wir unter Segeln Kurs auf die Insel setzen, die eine traumhafte Einfahrt bietet die wir unter Segel nehmen können.  Eddy übernimmt das Anlegen.  Steuermann und Mannschaft an den Leinen sowie der Marinero arbeiten korrekt mit so dass wir bald einen “Anleger” genießen können.

Da wir jeden Tag durchschnittlich 30 Sm Segeln ist natürlich der Zeitplan etwas eng. So sehen wir von dieser ehemaligen Militär-Insel wenig. Werden aber mit guten Duschen und tollen Service für den Besuch belohnt.

30 Seemeilen Mässiger bis frischer Wind

Tag 8  

Wir wollen auf die Insel Hvar. Sollte im Stadthafen kein Platz sein wollen wir auf die Insel Klement. Das aber wäre schade, denn Hvar gilt als eine der schönsten Städte. So versuchen wir früh und schnell die Insel zu erreichen. Zunächst hält der Wind und als er nachlässt sind wir so nahe, dass es uns nicht leid tut die Segel zu bergen und unter Motor in die Stadtbucht einzulaufen.  Wir bekommen einen Platz und routiniert wird  angelegt.  Die Stadt hat Flair, gleichwohl möchte der eine oder andere hier nicht in der Hauptsaison sein. Die Gassen laden zum Schlendern  ein und die Restaurants und Cafes locken.

Doch zuerst wollen wir das Fort auf dem Berg besuchen. Mit etwas Mühe und ein paar Kuna ist das machbar. Schon bald haben wir einen absoluten Überblick und könnten fast auf unser Boot spucken. Später  geht es in die Altstadt ins Restaurant “Garden”. Eddy hatte es ausgekundschaftet. Es war urig bis kitschig, aber relativ windgeschützt im Innenhof. Die Speisen waren in Preis und Leistung annehmbar - die Spagetti aber stellten wohl nicht zufrieden.  Dafür wurden wir mit Granatäpfeln bombartiert die der Wind von den Zweigen riss.

Wir brachten uns durch Umbesetzung in sichere Position. Der Wind veranlasste mich aber nach dem Boot zu sehen, denn die Böen waren durchaus im 8/9 bft Bereich. Das Schiff lag aber sicher und unbeeindruckt. Die Stadt gab gute Leeabdeckung.

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31 Seemeilen   Wind mäßig bis frisch später ablauend  und in der Nacht Böen um 7-8bft

Tag 9

Trügerisch: Im Hafen kaum Wind, aber laut Wetterbericht 6-7 in Böen 8-9 zum Mittag etwas nachlassend und abends auffrischend. Windrichtung NW.  Ok, also Frühstück, Boot klarieren und raus aus der Bucht.

Sicherheitshalber schon bald gerefft und weiter draussen dann quasi das 2 Reff eingebunden (ok gerollt!)

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Es war ein schöner, ein nasser Ritt, aber stark gegenan. Wir segelten den optimalen Bug, verzichteten auf die Wende und fuhren die restlichen 4 Seemeilen unter Motor zwischen Brac und Solta hindurch und hinein nach Milna. Tanken, kurze Hafenrundfahrt und dann Kurs auf Split.   Pünktlich zur Mittagszeit flaut der Wind ab  - nein,  er wird regelrecht abgeschaltet. Er braucht offensichtlich eine Pause um wieder zu Kräften zu kommen. Wir motoren die letzten paar Seemeilen in den Heimathafen und wie man es sicht nicht wünscht briest der Wind kurz vor Hafen wieder kräftig auf. Na gut enger Hafen, heftiger Wind - was solls das muss schon gehen.

Und so klappt auch der letzte Anleger. Eigentlich wollte die zweite  Crew unseren Anleger vom Land aus kommentieren und begutachten. Doch sie hatten erst später mit uns gerechnet und haben es glatt übers Mittagessen versäumt rechtzeitig den Kopf aus dem Niedergang zu strecken. Vielleicht wäre es mit diesem kundigem und kritischem Publikum nicht so gut gegangen - wer weiss.   

Nun allgemeines Begrüssen und Schulterklopfen - und - bei unseren Damen natürlich “Küsschen - Küsschen” und dann noch das Foto beider Crews im Cockpit unserer braven Bavaria 46c “Niva” 

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Der Abend fand einen gemeinsamen und schönen Abschluss in der Konoba Varus und bei Gesang auf unseren Boot. Eddy griff in die Saiten und der Rest   zum Glas oder vergriff sich  am Liedgut und die Nachbarn vielleicht die Flucht!. Später noch eine kleine Jam- und Songsession mit 2 Gitarren von Eddy und Raimond so ging Tag 9 zu Ende.

Seemeilen 34 Wind NW  6-7 dann flaute dann NW 6-7  

Der Abreisetag:

Split, Split, Split - Touristen, Touristen, Touristen und wir mitten drin. Eine lebendige und interessante Stadt. Alleine der Diokletian-Palast und seine An- und Um- und Aubauten. Wir genossen die Stadt bei sommerlichen 24 Grad. Später   verabschiedetet sich unser Vercharter vor Ort noch mit einer kroatischen Weise und sein Angestellter brachte uns zum Flieger. 19:30 ab in Split und um 1:00 im Bett zu Hause - auch mal wieder schön.  Von Eiswürfelschlachten und Klabautermann(frau) ähnlichen neckischen Einlagen sollen die Akteure selbst erzählen. Nur soviel  - lustig lustig - wir haben viel gelacht!  

Ach ja Klaus Gerbes musste noch eine Nacht bleiben, sein Flug ging erst am nächsten Morgen. aber auch das hat hervoragend geklappt.

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1600 Flugkilometer 

Gesamt in 9 Segeltagen 261 sm davon über 200 unter Segeln

     

   

  

   

Die Entdeckung der Lahn(samkeit)

  

Eine Bootstour auf der Lahn von Runkel bis Lahnstein

 

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   Schon oft hatte ich mit dem Auto das Vergnügen ab und an im Lahntal unterwegs zu sein. Immer wieder dachte ich, da müsste man doch mal mit dem Boot die Lahn erkunden.

Nun im Juli fanden sich ein paar Tage und der Plan konnte zur Tat werden. Am Dienstag trafen wir an der Lahn ein.

Wir, also Gudrun und Raimond sowie Lillie der Yorkshire-Terrier brachten unsere “All you need” den 16er Jolli an die Lahn.

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Bootsmann “Lillie”

Die einschlägigen Infos sprachen von mehreren Slipmöglichkeiten in Dehrn, Runkel oder Limburg. Allesamt waren aber nur für kleinere Boot geeignet oder ungünstig angelegt. Ideal war dann der Slip im Campingplatz Dietz, auch wenn wir wegen der Wassertiefe den Jollenkreuzer fast vom Trailer hieven mussten. Aber man konnte wenigsten das Boot gleich am Steg anlegen und den Trailer und das Auto parken. 

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So die erste Hürde war geschafft. Wäre es nicht schon später Nachmittag wir hätten noch  losfahren  können.  Wir hatten aber eine Einladung zum Grillen bei der Familie meines Neffen Andreas. Das war schon mal ein sehr gelungener Tag und Abend. 

Spät kehren wir aufs Boot zurück. Es war schon ein Unterschied zu den 40Fuss Booten die wir so oft chartern. Aber kaum in der Koje fanden wir es auch super gemütlich in unserer Jollenkreuzer-Wohnhöhle.

An Bord ist alles einfach - aber es fehlt an nichts - außer vielleicht an einer Toilette die den Gang an Land ersparen würde. Das aber ist vom Platz schlicht nicht möglich.

Mittwoch 13.7.2011   

So endlich war es soweit. Gemütlich gingen wir es an  und fuhren erstmal zu Berge. Vorbei am Mühlchen bei Diez bis zur Schleuse Limburg und dann weiter nach Dietkirchen. Dort war leider die berühmte “alte Fähre” geschlossen. Ruhetag am Mittwoch - na das fing ja gut an. Die Bordküche gab aber genügend her und selbst kalte Getränke lieferte die Kühlbox.

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Schleuse Limburg - Unterwasser

Nach einem kleinen Landgang ging es weiter zu Berge. Vorbei an Runkel und dem Yachtclub dort, der auch zahlreiche Gastliegeplätze bei Wassertiefen von 1,1- 1,5 meter hat.  Eigentlich ist hier das für Boote (ausgenommen Schauchboote etc) befahrbare Gebiet zu Ende. Da wir aber unser Schwert etwas anheben konnten wollten wir weiterfahren. Weit kamen wir nicht nach etwa einem Kilometer war es steinig und flach, das sich die Weiterfahrt verbot. Ruder und Motor mussten schon ab und an etwas leiden.  Wenden war bei flachem Wasser und merklicher Strömung gar nicht so einfach -  fehlte doch die Spurhaltung  durch das Schwert. Direkt nach der Drehung schoss das Boot ohne Ruderwirkung  auf  die Uferbüsche zu.  Beherztes Vollgas - Rückwärts und Gudruns Einsatz auf dem Vorschiff brachten uns wieder auf Linie. Mit größter Vorsicht und nur soviel Fahrt wie nötig, um Ruderwirkung zu haben, ging es nun zu Tal. 

Mit einem anderen Boot hätte man das Wenden gleich auch mit einem Schlag rückwärts realisiert. Mit dem Jollenreuzer nicht so gerne. Beim Auflaufen auf Steine unter Wasser in Fahrt vorwärts klappen Schwert und Ruder hoch.  Bei Fahrt rückwärts gegen ein Unterwasserhinternis aber könnte Schaden entstehen.    

Die zahlreichen Kanufahrer haben dieses Problem natürlich nicht. Im Gegenteil, für die ist der ober Teil der Lahn der spannendere.

So nach dem kleinen Abenteuer ging es nun und die nächsten Tage flussab, oder zu Tal wie man auch sagt.

 Die Lahn hat ab Runkel (Fluss-KM 70) noch knapp 67 Km bis Lahnstein (KM 137)  zu bieten. Eine sehr gemächliche Strömung lässt Fahrten mit guter Geschindigkeit in beide Richtungen zu. Wenn es mal mit mehr als 3km fliest ist es schon ungewöhnlich. Übrigens  steht oft der Wind gegen die Strömung. Optisch sieht es dann so aus als ob die Lahn zu Berge fliesen würde.  Der Wind hat, wie so oft, auch einen Namen -  ”Lubentius-Wind” - benannt nach dem Heiligen Flusspatron  der Lahnfischer.

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Lubensius Statue an einem Schleusenkanal

 

Dieser  Wind wehte uns nun bei der Talfahrt kräftig ins Gesicht. Aber, das schon vorweg, wir blieben den ganzen Urlaub trocken.

Nun führte uns unsere Fahrt nach Limburg. Dort blieben wir über Nacht und legten unter der hohen Autobahnbrücke am Campingplatz an. Das Gasthaus  direkt am Platz ist zu empfehlen. Wir besichtigen zuerst das Schwimmbad und dann die Altstadt. Für Lahnbesucher ist Limburg ein Muss. Die Altstadt ist einfach ein absolutes Highlight - auch dann wenn man wiederholt hier war.  An den vielen tollen Kneipen, den Gassen und Fachwerkhäusern kommt man einfach nicht vorbei.

Donnerstag: 14.7.2011  

Wir schleusen nun ab. Das ist viel einfach als zu Berge. Beim schleusen zu Berge will die Strömung in der Kammer,  insbesondere im vorderen Teil, schon bewältigt werden um das Boot ruhig zu halten.  Deshalb, wenn immer möglich so weit wie möglich hinten bleiben.  Aber gut gefendert und mit einer Vorleine und einer Heckleine an den Gleitstangen geht es ganz gut.  

Heute geht es gemütlich den Fluss hinunter. Unser Ziel ist Laurenburg. Wir legen dort am späten Nachmittag an und haben einen sehr gemütlichen Flussfahrttag hinter uns. Wir haben Reiher, Gänse, Enten und sogar Eisvögel gesehen und uns an der Landschaft erfreut. Schon ein paar Kilometer  vor  Laurenburg  hat sich die Landschaft verändert. Das Tal wird enger und die bewalteten Berghänge lassen fast nur noch der Lahn Platz. Auch für die Handyfunkstrahlen reichte wohl der Platz nicht mehr.  Wir erklommen die Laurenburg  um ein wichtiges Gespräch zu führen - vergebens - kein Empfang!   Im Ort, eine magentafarbene Säule bot Kontakt mit der Aussenwelt - kompliziert und mit Eingabe von Kreditkartendaten - aber es klappte und musste auch klappen.   Schliesslich wollten wir am nächsten Tage ein paar Nachwuchsbootsfahrer einen Tag an Bord nehmen.

 Freitag: 15.7.2011

Heute kommen Lynn, Max und Felix (3 von 4)  Kindern meines Neffen Andreas an Bord. Nach anfänglicher Skepsis kommt Spass und Gelassenheit auf. Alle steuern mal und bewegen sich sicher an Bord. Und aus der kurzen Testfahrt wird ein ganzer Tag -  ach am liebsten währen die drei auch noch über Nacht geblieben.

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Wir passieren weitere Schleusen, was den Kindern sehr imponierte. Vorbei am einzigen Lahnwein-Ort Obernhof, durch die Schleuse Kalkofen, später durch die Schleuse Hollerich. Geplant war es in Nassau zu Mittag zu essen, aber die Kinder hatten schon früher Hunger.

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Kein Problem es waren genügend Nahrungsmittel und Getränke an Bord. Satt zum Mittagessen legten wir späeter am frühen Nachmittag  in Nassau an und liessen uns mit Kaffee, Eis, Kuchen und Radler verwöhnen.  Da alle schon an Bord gegessen hatten, nahmen wir 2 Pizzas to go mit und das war auch gut so!

Wir kamen am schiefen Turm von Dausenau vorbei und langsam kam Bad Ems in Sicht. Vorher aber wurde die Pizza vernichtet.   Übrigens Andreas hat seine Kinder auf der Fahrt per Fahrrad begleitet und von so mancher Brücke oder Schleuse fotografiert und gewunken.  In Bad Ems tobte das Leben. Livemusik, Fressmeile, Kinderjahrmarkt und Brückenfest sorgten dafür.  Drachenboote übten für das nächste Rennen und Liegeplätze waren laut und rar. Deshalb liefen wir die Marina Kutscher an. Diese liegt ruhig und verfügt über alles was der Bootsfahrer braucht. Die Stadt ist in  10 Fussminuten zu erreichen und Nachschub  kauft man bei Aldi oder Lidl. Beide sind sehr nahe.  Wir besuchten ein wenig die Stadt und bald mussten die Kinder Abschied nehmen. Sie fuhren mit Vater und Zug nach Hause. Vorher aber haben alle noch ein paar Knoten gelernt.

Übrigens ist neben der Marina Kutscher auch gleich der Bootsservice Kutscher. Mit diesem vereinbarten wir das herauskranen des Boots am Samstag bis spätestens 16.00 Uhr oder wenn es uns knapp wird am Sonntag um 11.00 - Ja richtig gelesen, auch am Sonntag wird dort gekrant.  Der Neffe Andreas würde das Gespann beibringen, so dass wir quasi den Samstag noch ohne Stress im Rahmen “Genuss der Lahnsamkeit” angehen konnten. 

Samstag: 16.7.2011   

Unser letzter Bootstag auf der Lahn. Wir wollten noch weiter zu Tal bis kurz vor den Rhein. Enge Talschleifen wechseln hier mit engen Schleusen und Schleusenkanälen ab. Kurz vor dem Rhein dann Lahnstein und eines der vielen Wirtshäuser an der Lahn.  Wir kehrten um und fuhren 4 Schleusen zu Berge bis vor den Kran bei Firma Kutscher in Bad Ems. Und bald war das Boot auf dem Trailer.  Wir blieben noch über Nacht im Boot auf der Wiese vor Andreas Haus und genossen noch mal deren Gastfreundschaft bevor es am Sonntag dann nach Hause ging.

 Resümee: Die Lahn ist in jedem Fall eine Reise wert. Ob im eigenen Boot der Unterlauf oder im Kanu ab Weilburg, oder per Rad oder per Pedes. Bootsfahrer tun gut daran dem Band Mosel/Lahn von Fenzel nicht zu sehr zu vertrauen. Seit Erscheinen 2004 hat sich vieles verändert. Einige Sliprampen und Bootsclubs gibt es nicht mehr und die Werft mit Kran und Runkel kennt niemand. Besser, oder genauer zusätzlich ist es sinnvoll sich über die Seite http://www.bcl-lahn.de/ zu informieren.   

 Statt in Diez oder Limburg zu slippen würde ich nach den Erfahrungen in Bad Ems kranen und  eben zu Berge und zu Tal fahren. Will man nur den Fluss erkunden reichen 4-5Tage aus. Hat man mehr Zeit kann man ggf. noch über den Rhein in die Mosel  oder es umgekehrt mit einer Moseltour verbinden.

Das schönste an der Lahn ist die Kombination von Gelassenheit, Ruhe und faszinierender Natur. Ab und zu gewürzt durch Städte, Burgen und Schlösser die begeistern. Auf der Lahn ist keine Berufsschifffahrt - nur Freizeit- und ab und an Fahrgastschifffahrt.

 In diesem Sinne - fahrt doch mal hin

        

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Moselbootstour mit dem Segelschiff unter Motor

 

 auf der Mosel  - 364 km mit 16 Schleusen - Fotos auf unserer Homepage unter Fotogalerie

 

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Mehr Bilder - klicke aufs Bild!

Liebe Segelfreunde/innen,

vom 29.05. - 09.06.11 waren Herbert Keller, Albert Glasenhardt und Gerhard Höhl mit dem Segelboot Sipa,  einer Hai  760 auf der Mosel unterwegs. Um die mühsame Reise zurück auf dem Rhein gegen den Strom zu  vermeiden, wurde das Boot mit dem Trailer nach Winningen überführt und in der dortigen Marina zu Wasser gelassen. Diese Marina befindet sich kurz vor Koblenz direkt nach der Moselbrücke der Autobahn, ist also gut zu erreichen. Sie hat einen großen Kran und ist für alle Serviceleistungen gut gerüstet auch was das leibliche Wohl der Bootsbesatzungen angeht. Aufgrund von Revisionsarbeiten an den Schleusen der Mosel mussten wir 2 Tage warten um stromauf fahren zu können. Am ersten Tag fuhren wir die Mosel abwärts nach Koblenz und wieder zurück in den Ausgangshafen. Durch diesen Zwangsaufenthalt konnten wir den Ort Winningen mit schönen Weinwirtschaften erkunden. Für den nächsten Tag war Regen angesagt, wir besichtigten in der Nähe die Burg Eltz, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Sie wurde von 33 Generationen der Grafen von und zu Eltz bewohnt und nie zerstört.

Am dritten Tag fuhren wir frühmorgens los, es war wenig Betrieb auf dem Wasser, sodass wir beim Schleusen stromauf keine Wartezeit hatten. Die Schleusen haben einen Hub von ca. 8 m, teils konnten wir die Schleusen für Sportboote benutzen, teils wurden wir mit der Großschifffahrt geschleust. Erstaunt hat uns der Lauf der Mosel mit vielen Windungen und die Steilheit der Weinberge, jeder kleine Fleck mit Reben bepflanzt. Unser erster Liegeplatz für die Nacht war Cochem mit einem geschützten Anlegesteg, denn schnelle Motorboote verursachen doch hohe Wellen, was nicht angenehm ist, wenn man direkt am Ufer anlegt.  Am nächsten Tag fuhren wir weiter die Mosel aufwärts vorbei an bekannten Weinorten wie Zell, mit der Weinlage Schwarze Katz, nach Traben-Trarbach wo wir in der Marina Polch, etwas außerhalb des Ortes anlegten. Hier servierte Herbert seine Rösti mit Saumagen, was immer wieder mundet. Weiter ging es mit einem Zwischenstopp nach Bernkastel mit malerischen Fachwerkhäusern in der Altstadt, aber auch mit vielen Besuchern, sodass wir am Nachmittag weiterfuhren bis Neumagen, dem ältesten Weinort Deutschlands. Die Römer bauten hier im 3. Jahrhundert ein Kastell und natürlich zu ihrer besseren  Verpflegung  Reben an. Im Ort steht eine Steinskulptur eines Römerschiffes das zum Weintransport diente. Dieses Schiff hat man nachgebaut und liegt im Hafen von Neumagen. Auf dem Rundgang durch den Ort mit seinen verbliebenen Resten aus der Römerzeit, erwischte uns ein Regenguss, der uns zwang eine Straußwirtschaft als Schutz aufzusuchen. Sie war an die Rückseite der römischen Befestigung angebaut und darin saßen 10 Radfahrer aus Bocholt, die hier ihren Kurzurlaub verbrachten. An den auf dem Tisch stehenden Flaschen konnte man ersehen, dass sie schon eine Weile im Lokal waren. Es wurden lustige Lieder gesungen und nachdem der Besitzer der Wirtschaft Musik abspielte auch noch Sirtaki getanzt. Wir fühlten uns als Pfälzer sofort wohl in dieser Gesellschaft, wie die Fotos unschwer erkennen lassen. Der Ort gefiel uns so gut, dass wir 2 Tage in der gut gelegenen Marina blieben.

Wir fuhren jetzt in kleineren Etappen die Mosel abwärts, blieben wieder in Traben-Trarbach  über Nacht, diesmal  mit Stadtbesichting und legten in Zell über Mittag an. Die nächsten Tagesetappen gingen nach Senheim und Treis-Karden mit schönen Marinas. Nach 11 Tagen und zurückgelegten 364 km auf der Mosel erreichten wir wieder den Ausgangspunkt Winningen. Abends blieb die Küche an Bord kalt, denn wir hatten zu Beginn unserer Reise noch eine Weinstube entdeckt, die wir aufsuchen wollten. Am nächsten Morgen wurde am Vormittag von dem geschulten Personal der Marina das Boot auf den Hänger gehoben und nach 2 stündiger Autofahrt das Boot am Nachmittag  mittels dem Trailer in den Schäfersee geslipt.

Es war eine schöne Bootstour ohne technische Probleme und auch mit dem Wetter hatten wir Glück. Diese Tour wird zur Nachahmung empfohlen. Bei unserem Sportkameraden Herbert Keller bedanken wir uns, dass er uns als Passagiere auf seinem Boot mitgenommen hat.

Gerhard Höhl

Kroatien-Törn auf einer Bavaria 46C

Die Besatzung:  Eine  gemischte Crew  von  SG -Stern,  SCLF  und   GSCL - Mitglieder     

Das Revier:  Dalmatische Küste und Inseln  und der Fluss Kryk bis Skradin

Das Boot: Eine Bavaria 46c mit 8Kojen in 4 Kabinen für eine Woche  14,50×4,20×2,05 110 qm Segelfläche, Rollgross/Rollgenua 2 Waschräume/Toiletten.    Beiboot, Aussenborder   

Die Crew:  Gudrun +Raimond Herrmann, Marianne-Schmidt-Sercander + Michael Guth, Traudel+ Klaus Hedrich, Ruth + Edmund Schreck.

Anreise: Germanwings  von Stuttgart nach Split, Taxi-Transfer zur Marina Split. Charterbasis der Firma Pitter/Niva

Alle Bilder: http://www.tfs.de/kro10   oder in der Bildergalerie des SCLF  www.sclf.de  > Fotogalerie   

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Ankunftstag.  

Gleich am ersten Tag, genauer am Nachmittag nach der Übernahme des Boots, dem obligatorischen Einkauf, dem Bezug der Kabinen und der ersten Sicherheitseinweisung ging es hinaus mit Kurs Trogir.

Wir machten uns bei leichtem Wind mit dem Schiff und insbesondere mit dem Roll-Gross vertraut.

Um nicht zu spät in die ACI-Marina Trogir einzulaufen entschlossen wir uns nach einigen Testschlägen unter Motor den Rest der Strecke zurückzulegen.

In Trogir  kurzer Besuch der Altstadt und schon ging es ins Idro einem Altstadtrestaurant.

Tag 2

Wir laufen unter Maschine in Richtung Sibenik und legen einen kurzen Stop in Primosten ein. Auch tagsüber nimmt man  sowohl von Muring- als auch von Ankerliegern Geld - auch wenn es nur ne Stunde ist. Dafür aber auch guter Service beim Anlegen und bei den Sanitäranlagen.  

Nach einer Stärkung durch die Bordküche und einem Kaffee im Hafen geht es weiter. Eine Flussfahrt und die Unterquerung von Brücken und Starkstromleitungen  wartet auf  uns. Leider schweigen sich die Schiffpapiere über die Masthöhe aus. Wir beschliessen “max. 20 Meter” und sind sicher damit überall durchzupassen. Das Hafen-Handbuch/ bzw. die Seekarte spricht von  maximalen Höhe von 24 ein anderes von 28 Metern. Na dann!

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Spannung pur: Es ist einfach nicht einzuschätzen wie viel Platz noch ist - kurz vorher sieht es immer so aus als ob man nicht durchpassen würde. Aber natürlich geht alles gut. Und so liegen wir am frühen Abend in Skradin. 

Land und Leute - und auch das Boot die “NIVA” BJ 2008 haben sich jeweils von Ihrer besten Seite gezeigt und der Tipp des Hafenmeisters hinsichtlich des Restaurants wurde wahrgenommen. Wir zogen also aus der Marine über die Fussgängerbrücke in die Stadt  zur “Scala”.  Ein gepflegtes Restaurant mit frischen Zutaten und Fischen und einem Wahlkroaten aus Geislingen, den die Liebe dort hin gezogen hatte.  Uns wars recht - er konnte uns einiges erklären.

Übrigens: Die Kartoffel in Kroatien “Krumbira” - Waren da Pfälzer Pioniere unterwegs?

Tag: 3  

  Am nächsten Morgen kurzer Einkauf im Dorf. Marktfrauen boten Früchte feil und der kleine Konsum hatte den Rest im Sortiment. Die Crew war schon früh unterwegs und brachte Frühstücks-Brot und eine positive Bewertung von Wetter, sanitären Anlagen und der Marina mit.

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Um 10.00 ging es dann kurz zum Geldwechsler und mit dem Boot des Nationalparks zu den Wasserfällen.  Ein Tag zum geniesen, auch wenn man sich ein paar weniger Touristen gewünscht hätte. Die Wasserfälle und die damit verbunden Seen, die Natur und die Flussfahrt als auch der Fussweg durch den Lehrpfad sind einfach ein MUSS mit Genuss. 

Leider hatten wir einen gewissen Zeitplan, und so war es nötig die Besichtigung und die Rückfahrt zum Boot ein wenig konzentriert, aber ohne Stress, zu bewerkstelligen. Der Fahrplan der Boote sah eine Rückfahrt um 12:30 vor. Doch während unseres Aufenthalts im Park wurde der ”Winterfahrplan” gültig. Für uns bedeutete es - Abfahrt erst um 13.30.

Hätten wir uns nur nicht so beeilt - dann müssten wir nun nicht so lange warten. Aber bei bestem Wetter und einer schönen Landschaft war das nicht wirklich schlimm. Ein Teil der Crew nutzte den warmen Tag und die geschenkte Stunde zu eine Steg-Siesta.

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Nach diesem Ausflug ging es dann wieder hinaus aus dem Fluss aufs Meer und wir legten Kurs auf Vodice.

Dort, so hatten es die Routen ergeben, traf man sich mit der anderen Crew (Gerhard Höhl, Manfred Fritsche, Gerd Herr, Herbert Keller und Werner Schaller) die auf Ihre gecharterten ELAN 384 “Kanani”  schon vor uns die Region unsicher gemacht hatten und  bereits im Hafen lagen. Wir gingen parallel an die Muring und etwas später gemeinsam in die Stadt und fielen in das rustikale Steakhaus “Guste”   ein.  

Beide Crews hatten sich ja so einiges zu erzählen und so wurde es erst ruhiger als das Essen kam. Für die Freunde gegrillter Steaks ein Genuss. Später wurde es wieder etwas lauter als fröhliche- aber teils seltsame Weisen erklangen.

Die Songliste reichte von der “Wutz im Garten” bis zum Besingen “weisser Luftmatratzen auf dem Sunener (Sondernheimer) Badesee”. Ab und an unterbrochen von Gelächter und servierten “Geistern” auf Tabletts die schnell elimniert wurden. Das Grinsen der Bedienung, die wohl einiges begriff und verstand wechselte ab mit dem ungläubigem Staunen der Einheimischen.  Ob jeweils die kneipeneigene Gitarre wieder herausgeholt wird wenn sich Pfälzer-Crews ansagen ist unklar. Wir werden es vielleicht mal wieder erleben. 

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