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Kroatien-Törn 2011

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Verlauf der Route: Split, Vela Luka, Korcula, Okuklie, Dubrovnic, Polace, Lastovo, Hvar, Milna, Split 

Die Best-Off Bilder beider Crews …. hier klicken [….]

Auch in diesem Jahr besuchten wieder zwei SCLF-Crews Kroatien.

Während die Crew um Manfred Fritsche schon ab Split auf einer GibSea 43 seit dem 1.Oktober die dalmatischen Gewässer kreuzte kam die Crew um Raimond Herrmann erst am Mittwoch den 5.10. an.

Hier nun der Kurzbericht von Raimond (Skipper). Der Bericht von Manfred, also dem Skipper der 2. Crew, folgt noch.

Um es vorweg zu nehmen   Wetter, Wind und Land zeigten sich von der allerbesten Seite. Wir, also Gudrun Herrmann, Klaus und Traudel Hedrich, Edmund Schreck, Klaus Gerbes und ich übernahmen in Split in der ACI-Marina eine Bavaria 46c. Natürlich war vorher alles bestens organisiert. Flug, Transfer, einchecken, Einkauf und Schiffsübernahme gingen fast reibungslos vonstatten. Ja fast, denn unser Crewmitglied Lothar Lang verletzte sich am Tag vor dem Flug und so musste per Expressorganisation ein Ersatz gefunden werden. Blitzschnell sagte Klaus Gerbes zu und es gelang noch einen passenden Flug, wenn auch je einen Tag später als wir, zu günstigen Preisen zu buchen. 

Ach ja, wir hatten ein Boot mit Gitarre gebucht - auch diese fehlte noch  - wurde aber von Thomislav dem netten und rührigen Chef von Niva und vom Pitterstützpunkt in Split persönlich gestimmt und eigenhändig vorbeigebracht.  

So konnte dann die Seereise los gehen.

1. Tag

Auslaufen unter Motor. Zunächst ging es bei bestem Wetter aber keinem Wind in  Richtung Hvar. Vorbei an der Durchfahrt zwischen Brac und Solta. Auch Hvar ließen wir zunächst links liegen und legten Kurs zur Insel Korcula, genauer in die Vela Luka. Zwischenzeitlich hatte der Wind doch etwas zugelegt und wir konnten segeln. Das fing wirklich gut an. Hatten wir uns doch vorgenommen als entferntestes Reiseziel Dubrovnic zu erreichen.

In der Vela Luka bot sich dann kurz nach dem Anlegen ein wunderbarer Sonnenuntergang. So endete der erste Segeltag mit über 42 Meilen auf der Uhr und mit der Einkehr in einer Konoba.

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2. Tag

 Etwas frischerer Wind bot sich als Carrier an. So verliessen wir die tief ins Land ragende Bucht direkt unter Segel. Wir hatten vorsorglich leicht gerefft denn starke Böen wollten gemeistert werden. Der Wetterbericht sprach von 5-6 in Böen 8.   Beim ersten Segelmanöver ein Knall und die Grossschot hatte Ihren Anschlagpunkt auf dem Traveller pulverisiert. Offensichtlich ein Ermüdungsbruch. und gut so dass es bei so einfachen Bedingungen passierte und weiter kein Schaden entstand. Wir reparierten mit Tauwerk und ich darf verraten das hielt bis zum Schluss und auch allen Winden und weiteren Manövern stand.

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Mit gutem bis frischen Wind ging es entlang der Nordküste der Insel Korcula. Bis zum Hauptort der Insel “Korcula auf Korcula”. Es waren für den Abend Gewitterstürme vorhergesagt und die ersten Boten in Form ruppiger Böen gab es jetzt schon. Wie üblich in der Region wollten wir rückwärts also “römisch-katholisch” anlegen. Der Seitenwind erfoderte schnelle Leinenarbeit und ein Anlehnen an ein benachbartes Schiff. Es war Platz und so konnte es als Übungseinheit realisert werden. Der Trainingslauf klappe zwar von der Fahrt, aber nicht von der Arbeit an den Leinen. Statt anlehnen am etwas kleineren und kurzen Nachbarschiff, drohte uns dadurch ein Drehen des Bugs ein verwehen in das vorstehendes Ankerngeschirr des Nachbarn  und überlaufen einer Nachbarmooring. Keine Zeit also mehr für Übungen und Erklärungen des Skipper. Also ich legte nun selbst  Hand an.  Boot freifahren und wieder zurück auf den geplanten Liegeplatz. Auch diesmal klappte die Anfahrt, aber die Leinenarbeit war noch nicht optimal. Doch diesmal konnte mit Anlehnen an die Fendern des Nachbarn und etwas Motor und Bugstrahlruder die Position gehalten werden und die Leinen gingen dann doch noch über an Land und die Mooring wurde hart durchgesetzt. Zum Bugstrahlruder ist zu sagen, einzig um in ganz engen Kurven wenn für das Heck kein Platz ist um die Drehung einzuleiten, ist es hilfreich. Nur etwas Wind auf dem Bug und die Wirkung geht gegen null. 

Heute waren es nur etwas über 26 Seemeilen. Aber Wind zum Teil über 30knoten

Ein Spaziergang am Abend, ein Besuch in einem Restaurant und das versprochene Gewitter rundeten den Abend ab.          

Am Morgen nach dem wie immer opulenten und genussvollem Frühstück wurde die Altstadt erkundet, jeder Stein wurde auf Zelloloid, ach nein,  auf Speicherkarte gebannt oder nennt man das gebrannt?. Die Marktfrauen wurden um die eine oder andere Ware erleichtert und um Kuna bereichert.  Und natürlich durfte auch ein Kaffee auf dem Marktplatz nicht fehlen. Ach es geht uns gut.  Zwar ist es etwas abgekühlt aber immer noch eher warm.

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3. Tag

Unsere Reise geht weiter in Richtung Süd-Osten. An der Nordseite der Insel Miljet wollen wir je nach Wind entweder nach Polace oder nach Okuklie. Der Wind spielte mit und so ging es zunächst an der Bucht von Polace vorbei. Diese Bucht musste noch auf uns warten. Das Gewitter scheint auf der Halbinsel im Norden ein Feuer entzündet zu haben - oder waren es unachtsame Raucher?   Wir durften Wasser-Löschflugzeugen beim löschen eines Waldbrands zusehen und nutzen den Wind um weiter entlang der Insel Miljet zu segeln.   

Telefonisch erfragten wir bei der Konoba Maran ob ein Liegeplatz und etwas feines zu essen auf uns warten würde. Das wurde bestätigt. Bald bogen wir ab in die Bucht und gleich das erste Haus auf der rechten Seite ist das von einer Deutsch - Schweizer Familie bewirtschaftet “MARAN”.  Man erwartet uns gleich an mehrern Stegen und lockte uns mit parat gehaltener Mooring - aber wir hatten ja einen festen Plan und machten direkt vor dem Restaurant Maran fest. Auch hier wird mit Mooring und Heckleinen festgemacht. Das Anlegen klappte prima.  Es gab ausgezeichneten Fisch und guten freundlichen Service. Duschen gibt es nicht und die Toiletten werden nachts verschlossen. Gut das unser Schiff eigene Toiletten hat. Nachts kommt zunehmend die vorgewarnte Bora auf. Diese rüttelt etwas am Rigg, aber wir liegen gut und sicher.  Doch bevor wir ins Bett fallen überfällt uns eine unergiebige Disskussion fern der Praxis zum Thema Anlegen  - aber besser als diskutieren ist: “Es gibt nichts Gutes  - außer man tut es ”. Es wird noch mehr Anleger geben und auch dort wird der Skipper nur eingreifen wenn nötig und erst mal machen lassen.       

Etwas über 30 Seemeilen  Wind bis 33 Knoten

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 4. Tag

Der Wind heult  im Rigg und die in die Bucht drehenden Starkwinde sowie beachtlich einlaufender Schwell haben für etwas Respekt vor Wind und Wetter gesorgt.  Mit gemischten Gefühlen macht man sich nach dem Frühstück fertig. Das Boot wird seefest gemacht und die Mannschaft hinsichtlich Sicherheit und persönlicher Sicherheitsausrüstung informiert. Prinzip: Sicherheitsausrüstung parat halten oder anlegen. Keine Arbeit ohne Lifeline ausserhalb der Plicht.  Vom Ausbringen von Strecktauen sehen wir ab. Weil diese rund und dick sind, sind diese eher eine Gefahr als eine Hilfe, zumal nicht viel ausserhalb der Plicht  zu tun ist und bis zum Mast gute Handläufe verfügbar sind.  

Wir legen ab und kämpfen uns im Zickzack unter Motor aus der Bucht um nicht hart gegenan zu gehen. Nachdem wir genügend Leeraum haben setzen wir Segel und reffen ordentlich. Die Mannschaft entspannt sich. Das Schiff kann einiges ab und so schlimm wie es in der Bucht aussah ist es auf der offenen See nicht. Allerdings sahen wir den ganzen Tag nur 3 andere Segel!

Es gibt genügend Rudergänger, Schotenzieher und Winschkurbler. Der Skipper könnte sich schlafen legen da auch die Naviagation durch Redundanz gesichert ist. So ziehen wir bei Wind und Welle flott und stetig nach Südost in Richtung Dubrovnic. Nach einer Weile kommt eine kleine Insel in Sicht. Steuerbord/Backbord ?

Es wird für “liegen lassen an Backbord” entschieden. Es spricht nichts dagegen - es ist nichts im Wege und auch wenn es nicht der kürzeste Weg ist und so lässt der Skipper es so laufen. Später wird klar, dass ein Wegpunkt nicht korrekt gelegt wurde. Hier in diesem Revier unter Sicht ist das ja kein Problem - man hätte auch nur nach einem Blick in die Karte ohne weitere Hilfen fahren können. Aber die Mitsegler wollen ja auch solche Dinge trainieren. 

Wir kommen der Einfahrt nach Komolac, welches tief im Taleinschnitt liegt, und  die ACI-Marina beherbergt immer näher und das Kreuzen bei böigen und drehenden Winden ist nicht sonderlich effektiv da die halb weggerollte Genua nicht ideal steht. Also  Segel runter, Motor an und langsam gegenan. Aus dem Stadthafen werden zwei Kreuzfahrtschiffe herausbugsiert, an denen wir uns vorbeitasten.  Unter der Brücke durch und schon sehen wir in den Fallböen Wasser fliegen. Der Zufahrtsweg durch das enge Tal  ist für Böen in Orkanstärke bekannt. Für uns hat er nur Starkwind- und Sturmböen genau von vorn übrig. Aber auch das ist schon Respekt einflössend.

Im Hafen weisst uns der Marinero einen guten Platz zu. Durch die auch hier noch wirkenden Fallwinde muss das Manöver schnell und entschlossen gefahren werden. Aber zuerst darf wieder geübt werden - denn nur so kann man es lernen oder langsam begreifen. Der Wind ist gegen den Steuermann und das Schiff läuft nach dem 2. Versuch Gefahr so zu vertreiben das kein Steuern mehr möglich ist. Nach zwei Versuchen greife ich also ein und habe den Wind auf meiner Seite. Schnell ist das Boot festgemacht. Das ist besser als jede Theorie und Disskussion und fühlbar anschaulich. So nun mögen doch nun die Fallwinde jaulen - wir liegen gut.   

Zwar weht es kalt, aber wir wollen Dubrovnic besuchen. Wir nehmen für wenige Kuna die Bus-Line 1A oder 1B und fahren in die Altstadt. Diese Linie fährt im Schnitt jede halbe Stunde und wird uns auch wieder zurückbringen. So viel Trubel sind wir gar nicht mehr gewohnt. Wir geniessen aber auch das Flair der Stadt und gehen den Rundweg über die Mauer. Später werden wir uns alle wieder treffen und die Mehrheit wird entscheiden in der Marina zu essen. Das hierbei in die Pizza statt in das Restaurant navigiert wird ist zu verschmerzen - die Pizza war gut und preiswert.         

26 Seemeilen ruppiger Wind in Böen bis 38 Knoten  und mind 400 Bilder aufgenommen

  

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Tag: 5

Genial, wir lassen uns von den z.T. heftigen Böen aus der Bucht ziehen. Die Genua macht es gefahrlos möglich.

Vorher hatten wir noch ein bischen Nachschub an Lebensmittel sowie Kuna gebunkert. Die Marina bietet alles  - allerdings auch saftige Liegepreise. Wer nicht unbedingt den Trubel von Dubrovnic braucht dem sei Korcula, als das “kleine Dubrovnic” empfohlen. Wir können es beruteilen wir haben beides gesehen .   

Welcher Kurs heute? Auf der Hinfahrt hatten wir Polace auf Miljet ausgelassen - nun wollen wir es anlaufen. Kaum aus der Schlucht ausgelaufen lässt der Wind uns und die Segel hängen. Abwechselnd unter Motor dann wieder unter Segel kämpfen wir uns die ersten Meilen aus der Abdeckung heraus. Endlich können wir zwischen den kleinen vorgelagtern Inseln hindurch und etwas weiter vom Land weg.  Der Wind legt sich nun mächtig ins Zeug und mit gerefften   Segeln machen wir gute Fahrt. Die Steuerleute sind vom Ehrgeiz ergriffen keinen Faden Höhe zu verschenken und unser Ziel ohne Wende zu erreichen. Der Wind spielt gerade so mit und nach schöner Rauschefahrt erreichen wir am Nachmittag die malerische Bucht mit dem Ort Polace.

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Auch hier winken die Restaurantbesitzer mit Mooringleinen. Wir legen vor dem “Calypso” an. Die Mooringleine ist kostenlos für Restaurantbesucher. Das nehmen wir gerne so wahr.  Wir essen gut und fassen den Entschluss den nächsten Tag den Naturpark zu besuchen. Klaus Hedrich organisiert dafür Mountain-Bikes. Doch zuvor haben wir noch eine etwas abenteuerliche Nacht vor uns. Der Wind frischt ab 2.00 immer stärker auf. Die ersten Kontrollen - alles noch in Ordnung. Doch etwas später noch mehr Wind und immer stärkerer Schwell. In Lee von uns ein etwas kleiners Boot wird nicht mehr von uns geschützt sondern wir legen uns immer mehr bei Schwell und Wind drauf. Mooring mehr durchsetzen! - hilft nicht. Luvseitige Achterleine hart durchgesetzt - auch das bringt nichts. Wir wollen es noch mit einer zweiten seitlichen Mooring versuchen und diese mit Bugstrahl und Motorunterstützung durchsetzen. Das bringt ein klein wenig Erleichterung - aber der Wind legt wieder nach.  Wir vereinbaren mit dem anderen Schiff, dass wir ggf. ablegen und im Schutz der nächsten Seitenbucht vor Anker gehen - voher aber wollen wir noch einen Versuch unternehmen eine Leine von der Mittelklampe so weit wie möglich seitlich auszubringen. Das gelingt und bei langsam nachlassenden Wind hält diese Leine die Hauptlast des seitlichen Schwells und des Windes. Um 4.00 ist der Spuck vorbei.

Was war passiert: Der Wind hatte nachts nicht nur zugelegt sondern auch von NW auf NE und dann auf ENE gedreht. Und da war die Bucht offen. Der Wetterbericht hat´s nicht gewusst!

37 Seemeilen Wind NW, N, NE, E 6-7  Böen 8-9   

Tag: 6      

Hafentag, genauer Ausflug auf Rädern in den Nationalpark und zu den Seen. Eine schöne Abwechslung in einer traumhaften Region und Gegend. Und unbedingt jedem empfohlen der in die Näe kommt.

Am frühen Abend, noch immer liegen wir an der Restaurantmooring, haben sich weitere Chartercrews eingefunden. Klar, das Wetter ist besser vor allen Dingen ist der Wind nicht mehr über sondern weit unter 6Bft. So sieht man nun doch mehr Segel am Horizont ihren Weg ziehen. Wir wollen zwar ablegen, aber nur ein kleines Stück über die Bucht und dann vor Anker gehen. Mit den letzten Sonnenstrahlen lassen wir Anker fallen und fahren ihn ein. Danach ist Badtag angesagt. 

 Das Wasser ist herrlich und nach anfänglicher Scheu bleibt nahezu jeder länger und geniesst.  Obwohl kaum Wind angesagt ist und auch der nicht immer zuverlässige Wetterbericht keine Störung meldet, wird Ankerwache eingeteilt und auch gegangen.

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Eine Vollmondnacht, die laue Luft, ein paar Sterne und die Geräusche der Nacht machen das zum Vergnügen zumindest aber zu Erlebnis.

0,3 Seemeilen aber über  25Km Fahrtradtour

Tag 7

Anker auf und Segel gesetzt. Die Insel Lastovo wartet.  Auch hier ist der Wind wieder mit uns. Und schon bald können wir unter Segeln Kurs auf die Insel setzen, die eine traumhafte Einfahrt bietet die wir unter Segel nehmen können.  Eddy übernimmt das Anlegen.  Steuermann und Mannschaft an den Leinen sowie der Marinero arbeiten korrekt mit so dass wir bald einen “Anleger” genießen können.

Da wir jeden Tag durchschnittlich 30 Sm Segeln ist natürlich der Zeitplan etwas eng. So sehen wir von dieser ehemaligen Militär-Insel wenig. Werden aber mit guten Duschen und tollen Service für den Besuch belohnt.

30 Seemeilen Mässiger bis frischer Wind

Tag 8  

Wir wollen auf die Insel Hvar. Sollte im Stadthafen kein Platz sein wollen wir auf die Insel Klement. Das aber wäre schade, denn Hvar gilt als eine der schönsten Städte. So versuchen wir früh und schnell die Insel zu erreichen. Zunächst hält der Wind und als er nachlässt sind wir so nahe, dass es uns nicht leid tut die Segel zu bergen und unter Motor in die Stadtbucht einzulaufen.  Wir bekommen einen Platz und routiniert wird  angelegt.  Die Stadt hat Flair, gleichwohl möchte der eine oder andere hier nicht in der Hauptsaison sein. Die Gassen laden zum Schlendern  ein und die Restaurants und Cafes locken.

Doch zuerst wollen wir das Fort auf dem Berg besuchen. Mit etwas Mühe und ein paar Kuna ist das machbar. Schon bald haben wir einen absoluten Überblick und könnten fast auf unser Boot spucken. Später  geht es in die Altstadt ins Restaurant “Garden”. Eddy hatte es ausgekundschaftet. Es war urig bis kitschig, aber relativ windgeschützt im Innenhof. Die Speisen waren in Preis und Leistung annehmbar - die Spagetti aber stellten wohl nicht zufrieden.  Dafür wurden wir mit Granatäpfeln bombartiert die der Wind von den Zweigen riss.

Wir brachten uns durch Umbesetzung in sichere Position. Der Wind veranlasste mich aber nach dem Boot zu sehen, denn die Böen waren durchaus im 8/9 bft Bereich. Das Schiff lag aber sicher und unbeeindruckt. Die Stadt gab gute Leeabdeckung.

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31 Seemeilen   Wind mäßig bis frisch später ablauend  und in der Nacht Böen um 7-8bft

Tag 9

Trügerisch: Im Hafen kaum Wind, aber laut Wetterbericht 6-7 in Böen 8-9 zum Mittag etwas nachlassend und abends auffrischend. Windrichtung NW.  Ok, also Frühstück, Boot klarieren und raus aus der Bucht.

Sicherheitshalber schon bald gerefft und weiter draussen dann quasi das 2 Reff eingebunden (ok gerollt!)

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Es war ein schöner, ein nasser Ritt, aber stark gegenan. Wir segelten den optimalen Bug, verzichteten auf die Wende und fuhren die restlichen 4 Seemeilen unter Motor zwischen Brac und Solta hindurch und hinein nach Milna. Tanken, kurze Hafenrundfahrt und dann Kurs auf Split.   Pünktlich zur Mittagszeit flaut der Wind ab  - nein,  er wird regelrecht abgeschaltet. Er braucht offensichtlich eine Pause um wieder zu Kräften zu kommen. Wir motoren die letzten paar Seemeilen in den Heimathafen und wie man es sicht nicht wünscht briest der Wind kurz vor Hafen wieder kräftig auf. Na gut enger Hafen, heftiger Wind - was solls das muss schon gehen.

Und so klappt auch der letzte Anleger. Eigentlich wollte die zweite  Crew unseren Anleger vom Land aus kommentieren und begutachten. Doch sie hatten erst später mit uns gerechnet und haben es glatt übers Mittagessen versäumt rechtzeitig den Kopf aus dem Niedergang zu strecken. Vielleicht wäre es mit diesem kundigem und kritischem Publikum nicht so gut gegangen - wer weiss.   

Nun allgemeines Begrüssen und Schulterklopfen - und - bei unseren Damen natürlich “Küsschen - Küsschen” und dann noch das Foto beider Crews im Cockpit unserer braven Bavaria 46c “Niva” 

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Der Abend fand einen gemeinsamen und schönen Abschluss in der Konoba Varus und bei Gesang auf unseren Boot. Eddy griff in die Saiten und der Rest   zum Glas oder vergriff sich  am Liedgut und die Nachbarn vielleicht die Flucht!. Später noch eine kleine Jam- und Songsession mit 2 Gitarren von Eddy und Raimond so ging Tag 9 zu Ende.

Seemeilen 34 Wind NW  6-7 dann flaute dann NW 6-7  

Der Abreisetag:

Split, Split, Split - Touristen, Touristen, Touristen und wir mitten drin. Eine lebendige und interessante Stadt. Alleine der Diokletian-Palast und seine An- und Um- und Aubauten. Wir genossen die Stadt bei sommerlichen 24 Grad. Später   verabschiedetet sich unser Vercharter vor Ort noch mit einer kroatischen Weise und sein Angestellter brachte uns zum Flieger. 19:30 ab in Split und um 1:00 im Bett zu Hause - auch mal wieder schön.  Von Eiswürfelschlachten und Klabautermann(frau) ähnlichen neckischen Einlagen sollen die Akteure selbst erzählen. Nur soviel  - lustig lustig - wir haben viel gelacht!  

Ach ja Klaus Gerbes musste noch eine Nacht bleiben, sein Flug ging erst am nächsten Morgen. aber auch das hat hervoragend geklappt.

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1600 Flugkilometer 

Gesamt in 9 Segeltagen 261 sm davon über 200 unter Segeln

     

   

  

   

Die Entdeckung der Lahn(samkeit)

  

Eine Bootstour auf der Lahn von Runkel bis Lahnstein

 

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   Schon oft hatte ich mit dem Auto das Vergnügen ab und an im Lahntal unterwegs zu sein. Immer wieder dachte ich, da müsste man doch mal mit dem Boot die Lahn erkunden.

Nun im Juli fanden sich ein paar Tage und der Plan konnte zur Tat werden. Am Dienstag trafen wir an der Lahn ein.

Wir, also Gudrun und Raimond sowie Lillie der Yorkshire-Terrier brachten unsere “All you need” den 16er Jolli an die Lahn.

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Bootsmann “Lillie”

Die einschlägigen Infos sprachen von mehreren Slipmöglichkeiten in Dehrn, Runkel oder Limburg. Allesamt waren aber nur für kleinere Boot geeignet oder ungünstig angelegt. Ideal war dann der Slip im Campingplatz Dietz, auch wenn wir wegen der Wassertiefe den Jollenkreuzer fast vom Trailer hieven mussten. Aber man konnte wenigsten das Boot gleich am Steg anlegen und den Trailer und das Auto parken. 

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So die erste Hürde war geschafft. Wäre es nicht schon später Nachmittag wir hätten noch  losfahren  können.  Wir hatten aber eine Einladung zum Grillen bei der Familie meines Neffen Andreas. Das war schon mal ein sehr gelungener Tag und Abend. 

Spät kehren wir aufs Boot zurück. Es war schon ein Unterschied zu den 40Fuss Booten die wir so oft chartern. Aber kaum in der Koje fanden wir es auch super gemütlich in unserer Jollenkreuzer-Wohnhöhle.

An Bord ist alles einfach - aber es fehlt an nichts - außer vielleicht an einer Toilette die den Gang an Land ersparen würde. Das aber ist vom Platz schlicht nicht möglich.

Mittwoch 13.7.2011   

So endlich war es soweit. Gemütlich gingen wir es an  und fuhren erstmal zu Berge. Vorbei am Mühlchen bei Diez bis zur Schleuse Limburg und dann weiter nach Dietkirchen. Dort war leider die berühmte “alte Fähre” geschlossen. Ruhetag am Mittwoch - na das fing ja gut an. Die Bordküche gab aber genügend her und selbst kalte Getränke lieferte die Kühlbox.

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Schleuse Limburg - Unterwasser

Nach einem kleinen Landgang ging es weiter zu Berge. Vorbei an Runkel und dem Yachtclub dort, der auch zahlreiche Gastliegeplätze bei Wassertiefen von 1,1- 1,5 meter hat.  Eigentlich ist hier das für Boote (ausgenommen Schauchboote etc) befahrbare Gebiet zu Ende. Da wir aber unser Schwert etwas anheben konnten wollten wir weiterfahren. Weit kamen wir nicht nach etwa einem Kilometer war es steinig und flach, das sich die Weiterfahrt verbot. Ruder und Motor mussten schon ab und an etwas leiden.  Wenden war bei flachem Wasser und merklicher Strömung gar nicht so einfach -  fehlte doch die Spurhaltung  durch das Schwert. Direkt nach der Drehung schoss das Boot ohne Ruderwirkung  auf  die Uferbüsche zu.  Beherztes Vollgas - Rückwärts und Gudruns Einsatz auf dem Vorschiff brachten uns wieder auf Linie. Mit größter Vorsicht und nur soviel Fahrt wie nötig, um Ruderwirkung zu haben, ging es nun zu Tal. 

Mit einem anderen Boot hätte man das Wenden gleich auch mit einem Schlag rückwärts realisiert. Mit dem Jollenreuzer nicht so gerne. Beim Auflaufen auf Steine unter Wasser in Fahrt vorwärts klappen Schwert und Ruder hoch.  Bei Fahrt rückwärts gegen ein Unterwasserhinternis aber könnte Schaden entstehen.    

Die zahlreichen Kanufahrer haben dieses Problem natürlich nicht. Im Gegenteil, für die ist der ober Teil der Lahn der spannendere.

So nach dem kleinen Abenteuer ging es nun und die nächsten Tage flussab, oder zu Tal wie man auch sagt.

 Die Lahn hat ab Runkel (Fluss-KM 70) noch knapp 67 Km bis Lahnstein (KM 137)  zu bieten. Eine sehr gemächliche Strömung lässt Fahrten mit guter Geschindigkeit in beide Richtungen zu. Wenn es mal mit mehr als 3km fliest ist es schon ungewöhnlich. Übrigens  steht oft der Wind gegen die Strömung. Optisch sieht es dann so aus als ob die Lahn zu Berge fliesen würde.  Der Wind hat, wie so oft, auch einen Namen -  ”Lubentius-Wind” - benannt nach dem Heiligen Flusspatron  der Lahnfischer.

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Lubensius Statue an einem Schleusenkanal

 

Dieser  Wind wehte uns nun bei der Talfahrt kräftig ins Gesicht. Aber, das schon vorweg, wir blieben den ganzen Urlaub trocken.

Nun führte uns unsere Fahrt nach Limburg. Dort blieben wir über Nacht und legten unter der hohen Autobahnbrücke am Campingplatz an. Das Gasthaus  direkt am Platz ist zu empfehlen. Wir besichtigen zuerst das Schwimmbad und dann die Altstadt. Für Lahnbesucher ist Limburg ein Muss. Die Altstadt ist einfach ein absolutes Highlight - auch dann wenn man wiederholt hier war.  An den vielen tollen Kneipen, den Gassen und Fachwerkhäusern kommt man einfach nicht vorbei.

Donnerstag: 14.7.2011  

Wir schleusen nun ab. Das ist viel einfach als zu Berge. Beim schleusen zu Berge will die Strömung in der Kammer,  insbesondere im vorderen Teil, schon bewältigt werden um das Boot ruhig zu halten.  Deshalb, wenn immer möglich so weit wie möglich hinten bleiben.  Aber gut gefendert und mit einer Vorleine und einer Heckleine an den Gleitstangen geht es ganz gut.  

Heute geht es gemütlich den Fluss hinunter. Unser Ziel ist Laurenburg. Wir legen dort am späten Nachmittag an und haben einen sehr gemütlichen Flussfahrttag hinter uns. Wir haben Reiher, Gänse, Enten und sogar Eisvögel gesehen und uns an der Landschaft erfreut. Schon ein paar Kilometer  vor  Laurenburg  hat sich die Landschaft verändert. Das Tal wird enger und die bewalteten Berghänge lassen fast nur noch der Lahn Platz. Auch für die Handyfunkstrahlen reichte wohl der Platz nicht mehr.  Wir erklommen die Laurenburg  um ein wichtiges Gespräch zu führen - vergebens - kein Empfang!   Im Ort, eine magentafarbene Säule bot Kontakt mit der Aussenwelt - kompliziert und mit Eingabe von Kreditkartendaten - aber es klappte und musste auch klappen.   Schliesslich wollten wir am nächsten Tage ein paar Nachwuchsbootsfahrer einen Tag an Bord nehmen.

 Freitag: 15.7.2011

Heute kommen Lynn, Max und Felix (3 von 4)  Kindern meines Neffen Andreas an Bord. Nach anfänglicher Skepsis kommt Spass und Gelassenheit auf. Alle steuern mal und bewegen sich sicher an Bord. Und aus der kurzen Testfahrt wird ein ganzer Tag -  ach am liebsten währen die drei auch noch über Nacht geblieben.

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Wir passieren weitere Schleusen, was den Kindern sehr imponierte. Vorbei am einzigen Lahnwein-Ort Obernhof, durch die Schleuse Kalkofen, später durch die Schleuse Hollerich. Geplant war es in Nassau zu Mittag zu essen, aber die Kinder hatten schon früher Hunger.

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Kein Problem es waren genügend Nahrungsmittel und Getränke an Bord. Satt zum Mittagessen legten wir späeter am frühen Nachmittag  in Nassau an und liessen uns mit Kaffee, Eis, Kuchen und Radler verwöhnen.  Da alle schon an Bord gegessen hatten, nahmen wir 2 Pizzas to go mit und das war auch gut so!

Wir kamen am schiefen Turm von Dausenau vorbei und langsam kam Bad Ems in Sicht. Vorher aber wurde die Pizza vernichtet.   Übrigens Andreas hat seine Kinder auf der Fahrt per Fahrrad begleitet und von so mancher Brücke oder Schleuse fotografiert und gewunken.  In Bad Ems tobte das Leben. Livemusik, Fressmeile, Kinderjahrmarkt und Brückenfest sorgten dafür.  Drachenboote übten für das nächste Rennen und Liegeplätze waren laut und rar. Deshalb liefen wir die Marina Kutscher an. Diese liegt ruhig und verfügt über alles was der Bootsfahrer braucht. Die Stadt ist in  10 Fussminuten zu erreichen und Nachschub  kauft man bei Aldi oder Lidl. Beide sind sehr nahe.  Wir besuchten ein wenig die Stadt und bald mussten die Kinder Abschied nehmen. Sie fuhren mit Vater und Zug nach Hause. Vorher aber haben alle noch ein paar Knoten gelernt.

Übrigens ist neben der Marina Kutscher auch gleich der Bootsservice Kutscher. Mit diesem vereinbarten wir das herauskranen des Boots am Samstag bis spätestens 16.00 Uhr oder wenn es uns knapp wird am Sonntag um 11.00 - Ja richtig gelesen, auch am Sonntag wird dort gekrant.  Der Neffe Andreas würde das Gespann beibringen, so dass wir quasi den Samstag noch ohne Stress im Rahmen “Genuss der Lahnsamkeit” angehen konnten. 

Samstag: 16.7.2011   

Unser letzter Bootstag auf der Lahn. Wir wollten noch weiter zu Tal bis kurz vor den Rhein. Enge Talschleifen wechseln hier mit engen Schleusen und Schleusenkanälen ab. Kurz vor dem Rhein dann Lahnstein und eines der vielen Wirtshäuser an der Lahn.  Wir kehrten um und fuhren 4 Schleusen zu Berge bis vor den Kran bei Firma Kutscher in Bad Ems. Und bald war das Boot auf dem Trailer.  Wir blieben noch über Nacht im Boot auf der Wiese vor Andreas Haus und genossen noch mal deren Gastfreundschaft bevor es am Sonntag dann nach Hause ging.

 Resümee: Die Lahn ist in jedem Fall eine Reise wert. Ob im eigenen Boot der Unterlauf oder im Kanu ab Weilburg, oder per Rad oder per Pedes. Bootsfahrer tun gut daran dem Band Mosel/Lahn von Fenzel nicht zu sehr zu vertrauen. Seit Erscheinen 2004 hat sich vieles verändert. Einige Sliprampen und Bootsclubs gibt es nicht mehr und die Werft mit Kran und Runkel kennt niemand. Besser, oder genauer zusätzlich ist es sinnvoll sich über die Seite http://www.bcl-lahn.de/ zu informieren.   

 Statt in Diez oder Limburg zu slippen würde ich nach den Erfahrungen in Bad Ems kranen und  eben zu Berge und zu Tal fahren. Will man nur den Fluss erkunden reichen 4-5Tage aus. Hat man mehr Zeit kann man ggf. noch über den Rhein in die Mosel  oder es umgekehrt mit einer Moseltour verbinden.

Das schönste an der Lahn ist die Kombination von Gelassenheit, Ruhe und faszinierender Natur. Ab und zu gewürzt durch Städte, Burgen und Schlösser die begeistern. Auf der Lahn ist keine Berufsschifffahrt - nur Freizeit- und ab und an Fahrgastschifffahrt.

 In diesem Sinne - fahrt doch mal hin

        

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Familien-Törn auf einem Regattaschiff!

Familien-Törn auf einem Regattaschiff!

Geht das?, war wohl die erste Frage und ich kann sagen es geht wunderbar.

Doch langsam nicht zu viel vorweg.

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So fing es an:

Ein befreundetes Paar - Nichtsegler mit 2 Kindern  (9+14)  konnten bei  einem Treffen von einem gemeinsamen Törn überzeugt werden. Schnell war klar, es musste ein 3 Kabinenschiff sein, welches aber trotzdem auch  von nur 2 Personen  mit Segelerfahrung bedient  und auch  beim An- und Ablegen beherrscht  werden kann.  Es musste davon ausgegangen werden, dass die Neusegler hier mangels Erfahrung nur begrenzt einsetzbar sind.

Da der Entschluss zu diesem Törn spät fiel waren viele der 40-46 Fuß Schiffe am Bodensse schon ausgebucht. Aber ich wusste die Match-Center-Flotte wird erneuert. Und  diese Schiffe sind zwar  als Sportversionen für Regatten getrimmt bieten aber  auch den nötigen Platz und Komfort.

Schön dass ein solches Boot noch zu bekommen war. Wir charterten eine Bavaria 40S beim Match-Center am Bodensee.

Nach den üblichen Vorbereitungen, Info-Abend und Infomaterial ging es dann am 22.6. aufs Boot. Schnell war die Yacht übernommen und die Kabinen eingeteilt. Die Kinder fanden es cooool und deren Eltern sah man an, dass sie selbst freudig überrascht waren und ihnen ein Stein vom Herz fiel, dass alle Befürchtung unbegründet waren. Es war bequem und komfortabel.

Sicherheitseinweisung und Bootskunde - na eben wie immer wenn es eine neue Crew ist,  die ein Boot bezieht - und natürlich stauen,stauen und staunen was da alles locker in den Schränken und Truhen verschwand.  Auch die grosse Kühltruhe imponierte und garantierte kühle Anlegerdrinks.

Zunächst aber zog ein heftiger Gewittersturm über den See und die Blitzleuchten blinkten mit 90 p/Sek. (Sturmwarnung)  Gut dass wir im Hafenrestaurant gemütlich den Tag ausklingen ließen.

Die etwas entspanntere Rund-Um.
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Die Rundum ist eine  Langstreckenregatta - wir aber wollten  zwar auch mal Rundum den See, aber entspannt und  ohne  Nachtfahrten und vor allen mit Pausen und Häfen!

Tag1
Am Donnerstag ging es dann bei moderaten Winden hinaus und über den See Richtung Altrhein. Alle konnten sich mal am Ruder versuchen und trotz kühlem aber trockenem Wetter hatte jeder Spass.  Neben dem üblichen Hafenflair, der Zugbrücke die den Schiffsverhehr und den Autoverkehr regelt und dem  Restaurant im ersten Stock erfreute man sich an den tollen  Duschräumen. Ein Spaziergang durch das Naturschutzgebiet nach Staad und die Einkehr im Schützengarten runden den Tag ab.

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Tag2.
Mehr Wind ist angesagt. Die Bavaria 40S hat ein mächtiges Rigg und kann auch ordentlich Wind ab. Mit einer Mannschaft aus Seglern hätten wir das Vollzeug genutzt. Mit der Familiencrew haben wir ein Reff im Groß eingebunden und trotzdem gute Fahrt gemacht. An der Krängung hatten dann auch alle Ihren Spass und die Bordinstrumente verzeichneten dann  auch oft über 8 Knoten Fahrt und einmal sogar 9.  Es ging also flott hoch am Wind in Richtung Konstanz. 
Wir legten nach einem spannenden Segeltag in Kreuzlingen an. Leider gibt es wenig geeignete Häfen für dieses breite Schiff. Aber die Kopfstege in Kreuzlingen sind eine gute Alternative zum überfüllten Konstanz. 
 
Auch hier genossen wir noch ein wenig den Spaziergang durch den Seegarten nach Konstanz. Dort tobte der Bär (Blasmusikfestival oder so).

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Der Seegarten zwischen Kreuzlingen und Konstanz

Tag3
Der Wind war schwach, aber die Sonne wollte langsam die Wolken wegheizen. Wir fuhren unter Motor in den Überlingersee. Vorbei am Eichhorn, vorbei an der Mainau bis etwa auf Höhe der Birnau um dann vorbei an den Pfahlbauten langsam wieder in Richtung Osten zu fahren. Teils mit schwachem Wind unter Segel teils unter Motor. Eigentlich wollten wir in Immenstaad einlaufen, aber Wasserstand und Info des Hafenhandbuchs ließen es nicht als ratsam erscheinen. Zwar ist im Hafen genügend Tiefe - aber in der Einfahrt nur 70cm bei Pegel 2,50 !!  und beim aktuellen Stand von 350 !!! Na ja rechnet mal selbst! 

Dann lieber nach Friedrichshafen in der Hoffnung das der Gaststeg beim WSC  frei ist.  Das war er leider  nicht, aber  der nette Hafenmeister frage uns nach der Breite und nannte uns daraufhin dann die Box 1719  - dort passten wir hinein und lagen gut. Wie wir da wieder herauskommen - na ja da mache ich mir am Tag 4 die nötigen Gedanken!

In Friedrichshafen ist es der Hafen der langen Wege. Von unserem Platz einmal rund-Um - ach ja, das wollten wir ja !
In Ort war echt etwas geboten. Am Ufer ein internationales Fest und am Anleger zwei Partyschiffe. Eines mit Tecno/Dance Fans und eines mit Transen, Dominas, Lack, Leder und Latex - das sogennte Schiff der Tortouren - ein Ausflug der SM-Szene . Entsprechend war der Auflauf am Ufer. 

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Das SM-Schiff der Torturen

Nachdem wir uns satt gesehen und alles fotografiert hatten. Wollten wir den Biergarten direkt am Hafen besuchen. Allerdings war man dort sehr unfreundlich und stellte und eine Wartezeit von min 45 Minuten in Aussicht. Wir lehnten ab und nach kurzer Beratung ob Spagetti an Bord oder schnelles Abendessen beim Express-Lamm-Keller entschlossen wir uns dort bei einer Art Express-Gastronomie halt zu machen. Das Essen ist nicht erwähnenswert, aber die Schnelligkeit bei günstigen Preisen kam uns nachdem  teuren und guten  Menüs der Schweizer  entgegen. Das Standardgericht der Kids  - wer hätte es gedacht ist  ja doch immer Schnitzel - Pommes.Ein bisschen Gitarrenklimmpern an Bord, einen  letzten Schoppen und die Kojen riefen.

 

Tag 4
Frühstück mit frischen Brötchen. Der Bäcker im Bahnhof macht es möglich. Danach langsames klarieren des Schiffs und dann heraus aus der engen Box. Zunächst von Hand und dann mit viel Vor/Rück bis das Boot passend in der Gasse steht und wir klar zum Auslaufen sind.  Der  anerkennende gehobene Daumen eines Seglerkollegen  vom Nachbarboot  freut uns natürlich.

 

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Segler Nachwuchs am Ruder

Mit etwas halben Wind geht es langsam nach Süd-Ost.  Als der Wind fast einschläft ist Bade-Tag. 

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Badetag bei gemessenen 20° und gefühlten 18°

 Später dann noch ein wenig Lustsegeln auf Höhe von Langenargen bis die Vernunft gebietet die Segel zu bergen und das Boot in die Box zu fahren. Am nächsten Morgen müssen die Kinder in die Schule und vorher müssen wir noch ca. 300 Km Ferienreiseverkehres bewältigen.

Resümee:
Allen hat es Spass gemacht unser kleine Fahrtensegel-Rundum. Das Boot und  ist ideal und  läuft auch bei leichten Winden. Wenn die  Neusegler etwas mehr Erfahrung haben kann man an eine Wiederholung denken und für die raumen Kurse den Spi mitnehmen.

Wer also Komfort, Sicherheit und flottes Segeln kombinieren will - die Matchrace-Yachten sind ideal.  Einzig die Anzahl geeigneter Anlegeplätze erfordert Kenntnis und Planung sowie etwas Glück dass der Platz auch frei ist.  Vielleicht findet man künftig ja ein paar Empfehlungen an Bord vor.

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An der Yacht gibt es (fast) nichts zu kritisieren. Für die kleine Crew wären vielleicht  Lazyjacks  nicht schlecht, dass Groß  ist  schwer aufzutuchen. Auch eine Trittstufe am Mast tut not um das Fall einzuschäkeln und das Segelkleid zu bedienen. Vielleicht habe ich es auch übersehen, aber um zwischen den Dalben oder an der Mooring im Altenrhein zu liegen sind lange Festmacher nötig. Die an Bord sind  zu kurz und taugen selbst als Spring nur bedingt.

Richtig gemein ist allerdings, dass nur ein Topf an Bord ist :-)   es fehlt ein kleiner Topf - dann hätte ich vielleicht doch noch die Spagetti bekommen!

61. Bodensee Rund

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Hi Sailors,

die 61. Bodensee Rundum wird von einer gemischten Crew auf einer Bavaria 40S gesegelt. Noch trainieren wir Manöver und Spi, aber um 19.30 ist dann der Massenstart.   An Bord: Klaus Hedrich , Andrea und Fabian Scheurlen, Andreas Schilling, Norbert Kotthoff und Raimond Herrmann.

 Daumendrücken erwünscht.  Wir brauchen einen guten Start und passende Winde.

Aktuelle Info: 

Gestarte wurde um am Freitag 19.30. Auf einer ca. 2 km langen Startlinie kam es zu turbulenten Situationen. Schliesslich wollten über 350 Boote wenn möglich bei ”null” über die Linie.

Uns gelang ein guter Start  schön nahe am Startschiff. Allerdings   konnte es auch ein Frühstart gewesen sein. Wir waren nicht sicher, aber dafür in bester Gesellschaft von ca. 100 anderen Booten. Einzelrückruf gibt es nicht und wir  vernahmen auch kein Signal welches einen Massenrückruf signalisiert.   Falls wir doch ein wenig zu früh waren ist es vielleicht im Pulk untergegangen. 

Nach dem Start und durch die Nacht bot der Bodensee alles. Moderate Winde, drehende Winde, Gewitter- und heftige Böen, Flautenlöcher und gerangel an den Wendebojen.

Es ging über Romanshorn zum Eichhorn. Statt noch nach Überlingen schickte man uns dort dann auf die verkürzte Bahn. Die LSCér hatten von den misslungenen letzten 3 Regatten gelernt.

Insgesamt waren es dann am Ende 55 sm als wir gegen 6 Uhr in Lindau über die Zielline gingen.  Je nach Wind und Windrichtung waren wir mit Spi (120 qm) oder Gross und Genua unterwegs. In einem heftigen Schauerfeld aber auch mal mit weggerollter Genua und einmal sogar mit gerefftem Gross. Dabei war eine besondere Herausforderung mit nur 3 Personen (3 waren in der Freiwache) den Spi zu bergen. Alles gelang gut, aber als es noch weiter auffrischte wurde die Freiwache geweckt. Einerseits um die Decksarbeiten erledigen zu können, andererseits aber auch um bei Manövern und Trimmarbeiten immer noch einen guten Ausguck zu haben. Denn peramant und bei schlechter Sicht und Nacht kreuzten Boot, oft nicht wirklich kontrolliert, unseren Weg. Unterschiedliche Lichterführungen machten es immer spannend die Fragen “reicht es ? , hat er Vorfahrt ?, ist ein Manöver von Vorteil? wie bekommen wir im Pulk freien Wind?

Die Crew bestand aus zwei Gruppen mit je 3 Personen.  Neben den beiden erfahren Bodensee-Seglern (Klaus und Raimond) waren noch 2 Segler (Fabian und Andrea) sowie Norbert mit etwas Mitsegelerfahrung und Andreas als engagierter Neueinsteiger dabei. Klar das Wache und Freiwache  also entsprechend aufgeteilt werden mussten.

Welche Plazierung auch immer heute abend noch verkündet wird, alle waren einhellig der Ansicht “Spannend, lehrreich und mit grosser Wiederholungsgefahr.

Wir berichten ggf. noch weiter …

Wie besprochen hier noch ein paar Details.

Bei der 61. Rund-Um kam es in den Gewitterböen gegen Mitternacht zu einigen Kollisionen sowie zur Kenterung von 2 Liberas. Die ungarische Raffica kenterte  durch und konnte die Fahrt nicht fortsetzen. Alle 16 Besatzungsmitglieder landeten im Wasser. Bei den Liberas hängen bis zu 13 Personen im Trapez ?!! Alle anderen Havarien und Kollisionen gingen glimpflich aus.

Der 22 Jahre alt Katamaran “Holly Smoke” war der erste im Ziel nach etwas über 6h (wir benötigten 4 stunden mehr).

Der Steuermann des Katamarans meinte in einem ersten Interview, “die Gewitterböen waren fürchterlich- man konnte nichts mehr sehen”. Das können wir so bestätigen. Zur Arbeit an Deck kam hinzu das viele Schiffe unseren Kurs kreuzten und diese noch Probleme mit dem Spi hatten. Dank guter Ausgucksarbeit kam es aber nie zu bedenklichen Situationen.

Gewitterstürme bei Nacht kommen noch überraschender als am Tage und bringen oft Windstärke 6-7 wie aus dem Nichts mit sich. Wir hatten gerade den Spi bei sehr schwachen Wind geborgen und wollten  höher mit Vollzeug segeln als es auch schon losging.  Die Trainingstage vorher waren Schwachwindtage gewesen und keiner hatte daran gedacht auch mal das Reffen des Gross zu üben. Vielmehr waren wir im Training bemüht viel Segelfläche in den Wind zu hängen - sprich wir vergnügten uns unter Spi.  Da aber genügend Segel-Know-How an Deck war, konnte das Reff schnell und sicher eingebunden werden. Die Winde forderden das wegrollen der Genua (ein teilweises einrollen ist  lt. Vercharterer  nicht zulässig). Nur am Rande sei bemerkt, dass die Bavaria 40 S ohne Vorsegel und mit einem Reff im Gross immer noch viel Lage schob und aktiv gesteuert und getrimmt werden musste. Oft musste der Traveller und manchmal auch das Gross gefiert werden um überschüssigen Wind auszuschütteln.  Trotzdem war das Schiff immer gut zu steuern und machte auch mit  8-9,4 knoten  eine gute Fahrt.

Zur nächsten Tonne ging es dann quasi in Rauschefahrt. Immer wenn man ans Ausreffen dachte fauchte wieder eine Böe heran. Wir hatten schon Bedenken was bei dieser Fahrt im Pulk mit anderen an der Tonne los sein würde, denn wir sahen einige Boote die mit Vollzeug kämpften und oft in den Wind gingen oder abfallen mussten.   Aber passend zur Ankunft an der Tonne machte der Wind eine Pause und die Landabdeckung sowie der Bootspulk reduzierten ebenfalls den Wind.

Mit anderen Worten, es ging mal wieder mühsam um die Tonne. Freien Wind zu suchen ohne im Pulk zu stecken war angesagt.  Ausreffen, Spi setzen und später wieder zu bergen waren die nächsten Manöver. Kurz nach der Wendetonnen am Eichhorn drehte der Wind, so das es wieder am Wind in Richtung Ziel ging. Das Boot der Wettfahrtleitung hatte übrigens Kursverkürzung signalisiert - wir mussten also nicht in den Überlingersee. 

Am Wind, dieser Kurs ist die Paradedisziplin der 40S. Hoch am Wind oder Raum und Downwind unter Spi (bis Halbwind mit Spi) da läuft es richtig gut. Halbwind bis moderat am Wind da passen die Holepunkte und die kleine Genua (105%) nicht wirklich. Bei längeren Passagen lohnt sich ggf. Halbwind mit Spi oder etwas höher mit Alternativschoten an der Genua (über Zusatzblöcke aussen geführt)           

Einige Schiffe konnten wir auf diesem Kurs überholen oder in unseren Kielwasser lassen.  

Am Ende war es Platz 132 von 350 Booten. Das Ziel war es bei gewohnten Windbedingungen unter den ersten 100 zu sein. Das wurde verfehlt leider knapp verfehlt. 

Resümee:  Nach einem guten Start erkannten wir auf der Kreuz zu spät, dass der Wind raumte. Statt langsam dem Dreher zu folgen mussten wir dann auf den nicht idealen Kurs zwischen Halb- und am Wind abfallen. Neben dem längeren Weg auch nicht die schnellste Disziplin der Yacht. Später sogar auf Halbwind - da konnte der Spi helfen und somit schlimmeres vermeiden.  Nach der ersten Tonne standen wir zu lange im Pulk und versuchen fast ohne Wind den richtigen Kurs zu segeln. Hier schneller aus dem Pulk zu segeln, auch wenn der Kurs mal nicht passt, ist sinnvoll.

Ob die Gewitterschauer und Böen (ca. 1,5h 6-7bft ) uns zurückwarfen ist schwer zu beurteilen. In jedem Fall zwangen einig Schiffsbegegnungen oft zu ungewollten Kursen. In jedem Fall wurde etwas zu spät ausgerefft. Das weiss man aber immer erst im nachhinein.

Wache und Freiwache konnten nicht optimal besetzt werden. Schon auf dem Weg nach Osten musste der Spi genutzt werden. Dazu sind 4 besser 5 Leute nötig. Und als dann bei schwachen Winden die Freiwache verspätet in die Kojen kam, war durch das Gewitter diese Wache schnell wieder vorbei.

Betrachtet man die anderen Boote so stellt man fest, das vergleichbare Boot etwa im gleichen Zeitfenster liegen z.T.  Minuten vor oder nach uns. Aber es gibt auch Ausreiser so war eine Schwesteryacht fast 20 Minuten schneller im Ziel als wir.    

Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Crew in dieser Zusammensetzung das erste Mal so auf diesem Schiff fuhr und nur 2 von 6 Crewmitgliedern aktuelle Dickschifferfahrung auf vergleichbaren Booten hatten. Zwei weitere Crewmitglieder sind Segler und 2  Nichtsegler bzw. zuletzt vor über einem  Jahrzehnt gesegelt sind.

Berücksichtigt man dieses so ist die Leistung ein solches Schiff unter diesen Umständen schnell und sicher über den Kurs zu bringen wirklich hervorragend und beachtlich und auch im Detail erwähnenswert.

 Toll war, dass alle Crewmitglieder auch bei Kälte und Regen engagiert segelten und das Boot bedienten. Bis zur letzten Rille wurde kämpften und  getrimmt. Deshalb grosses Lob an den Hauptsteuermann Klaus, an die Schotentrimmer Andrea und Fabian  die oft auch weitere Arbeiten wie Reffen, Spi, oder Pit und Steuern leisten mussten, sowie an Norbert der vor vielen Jahren mal auf einem Schiff unterwegs war und schnell als Vorschiffsmann Spi  und Baum in den Griff bekommen musste und das vorbildlich machte sowie Andreas der nicht nur die Kombüse füllte sondern als Ausguck und bei besonderen Arbeiten eingesetzt wurde und der beim Bergen des Spi´s mit höchster Konzentration perfekt steuerte.

Es ist zu hoffen und zu wünschen dass die Crew auch bei weiteren Regatten sich ganz oder teilweise wieder zusammenfindet und sich weiter verbessert. Denn nach der Regatta ist vor der Regatta.

Abenteuer am Abschlusstag:  

Norbert und Andreas waren schon abgereist und wir wollten bei Starkwind (die 40Blitze waren an) noch ein wenig segeln.  Bernd vom SV72 kam noch dazu.

Wegen starker Wellen und ordentlich  Wind entschlossen wir uns schon in der Hafengasse das Gross gerefft zu setzen. Vom Wind passte es und mit halben Wind ging es die Ausfahrtgasse der Ultramarina unter Segel in die Ausfahrt. Durch 2 Tage Starkwind hatte der Bodensee ein wenig Ähnlichkeit  mit der Ostsee. Wellen und Wind waren durchaus anspruchsvoll. Eine Weile segelten wir und leichte Seekrankheit eines Crewmitglieds sowie eine herannahende Regenfront forcierte den Entschluss wieder einzulaufen. Unseren Spass hatten wir ja gehabt.  Also sollte Motor an und Tuch herunter.  

Der Motor weigerte. Zwischenzeitlich wissen wir und der Bootsvermieter, wenn wenig im Tank ist, zieht er bei Kränung Luft.  Der Bootsvermieter füllt nur wenig ein  - er dachte 40-50Liter bei 270ltr Tanks reichen für den Bodensee - ja aber nicht bei Lage. Natürlich kann man die Lage vermeiden, im Zweifel erst das Tuch bergen und dann Motor an, aber ein besseres Gefühl ist es schon, wenn Land so nahe ist  den Motor zu haben.   

Wir entschlossen uns nach einigen Kreisen auf dem See unter Segel in die vielbefahrene Hafeneinfahrt zu segeln und dort in der Einfahrt das Tuch fallen zu lassen. Bei einem 8 Tonnen Boot und richtig Traffic im Hafen wollten wir das aber ggf. mit Rangier- und Verkehrslenkungshilfe realisieren. Dazu baten wir den Vercharterer uns per Schauchboot zu  unterstützen. Das klappte auch wunderbar. Übrigens ein Vorteil eines Segelboots. Ein Nur-Motorboot hätte nur noch versuchen können rechtzeitig vor dem auflaufen den Anker auszubringen. Am selben Tag wurden übrigens 6 Boote von der Wasserschutz abgeschleppt, ein Motorboot kippte bei Wind und Welle um und sank. 11 Passagiere wurden von einem Segler gerettet und eine Variante verlor ihren Mast konnte diesen aber bergen und mit eigener Kraft in den Hafen fahren.

Ja, das Schwachwindrevier Bodensee hat es manchmal in sich.

Rheinpfalz: Ansegelregatta 17.4.2011

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Erscheinungsdatum: 19.4.2011