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Kroatien: Split, Brac, Trogir usw.
Dieser Eintrag stammt von Raimond Am 30.10.2009 @ 14:02 In Fahrtensegeln / Bootstouren, Segeltörns, Allgemein | Keine Kommentare
Region Split/Brac/Trogir 10.10.2009 bis 17.10.2009
Mannschaft: Birgit und Reinhard Seitz, Ruth und Edmund Schreck sowie Gudrun und Raimond HerrmannAnreise: Mit German-Wings von Stuttgart nach Split.
Boot: Bavaria 46 C “Julia!
Grundsätzlich: Wir wollten segeln und geniessen und wenig motoren. Da jede Bucht, jeder Hafen und jeder Ort für uns neu waren gab es auch keinen Grund meilen zu schinden. Und auch der Mannschaft (teils ohne Hochsee-Erfahrung) sollte Rechnung getragen werden. Das recht geschützte Revier bot hierzu alles.
Tag 0 und Tag 1 10.10 und 11.10.2009 (Kastela >>> Solta > Bucht Necujam
Wir, also Gudrun und Raimond, flogen am Samstag Mittag nach Split und dann per Taxi in die Marina Kastela und übernahmen bei Bestsail die Bavaria 46C.
Da die anderen Crewmitglieder erst am Sonntag mit dem Flieger kamen haben wir schon mal ein paar Einkäufe getätigt und diverse Formalitäten erledigt. So mussten 120 Euros für dass Permit, 60 Euro für den Aussenborder und 60 Euro Kurtaxe bezahlt werden. Ansonsten haben wir mal die wichtigsten Sachen für ein Frühstück eingekauft. Wir ahnten dass die Nach(t)flieger hungrig ankommen würden.Wie wir auch hatten sie sich für die Nutzung eines Taxis entschieden. Für 4 Personen inkl. Gepäck und direkt bis zur Marina-Kastela ist das nicht teuerer als der Bus. Am Airport sollte man aber verhandeln und den Preis festlegen. 120.- Kunas oder max. 20 Euro sind ein gängiger Tarif. Privat kann man auch schon mal für 80-100 Kunas das einheimische Transportgewerbe kennenlernen. Die Marina bot einen guten Service und vorbildliche Sanitäranlagen. Lediglich der Supermarkt war nicht in - wohl aber in der Nähe der Marina.
Tipp: Für die zu bunkernden Getränke die grossen Seglertaschen mit Rollen mitnehmen und nutzen. Man bekommt alles, aber man muss ein wenig suchen in diesem Monstermarkt und dann doch rund 800meter schleppen.
Nachdem alles verstaut war ging hinaus aus dem Hafen. Bei sanften Wind hatten wir als mögliches Ziel Trogir erwogen. Der Wind schlief fast ein und drehte ungünstig. Da erreichte uns ein Anruf der “SCLF-Rentnercrew”. Diese hatten vor, von Trogier kommend in einer Bucht auf Solta zu ankern.
(Rentnercrew = Manfred Fritsche, Gerhard Höhl, Herbert Keller, Fritz Keilbach und Gerd Herr)Wir folgten diesem Beispiel und fanden Bucht, Schiff und Mannschaft. Nach kurzem Hallo wurde dann erst mal der Anker geworfen. Wir lagen dann im Päckchen. Ein Anlegerdrink wurde gerne genommen und die Crews besichtigten gegenseitig die Schiffe. Abwerbeversuche waren erfolglos. Die Crews blieben Ihren jeweiligen Skippern und Booten treu. Zunächst zogen sich die Mannschaften zurück um zu kochen und ich kaperte das “Schlaucherl” der Rentercrew um noch eine Landleine auszubringen.
Ob es an den Kochkünsten, den Zutaten oder an der frischen Seeluft oder an allem lag sei dahingestellt. Die Spagetti-Bolognese schmeckten jedenfalls köstlich.
Wer meint damit hätte der Tag seinen gemütlichen Abschluss gefunden irrt. Alle fanden sich im Salon der Elan 384 “Kanani” ein. Und es wurde furchterregend laut aber auch gut gesungen. Natürlich von Herbert auf der Mundharmonika begleitet.
Eine ruhige Nacht ohne Wind und ohne Schwell erwartete uns.
12 Sm (Segel 8, Motor 4)
Tag 2. Rund um Solta nach Milna auf Brac 12.10.09
Abschied vom anderen SCLF-Schiff. Anker auf und direkt vor der Bucht “Necujam” setzen wir Vollzeug. Während wir uns entschlossen die Insel Solta zu umfahren und unseren Kurs nach Westen richteten, ging die andere Crew auf Kurs Ost und später auf Süd. Man wollte den kurzen Weg zur Insel Vis segeln.Für den Abend war Starkwind mit Böen über 40 Kn angesagt. Wir wollten also eine sichere Marina haben. Unsere Wahl fiel auf Milna auf der Insel Brac. Doch bis dahin ware es noch einige Meilen.
Vorm Wind bzw. mit tiefen Raumkursen ging es bei langsam auffrischenden Winden die Nordküste von Solta nach Westen entlang. An der Westspitze dann durch eine kleine Inselgruppe hindurch auf die offene See. Von nun an mussten wir kreuzen und die Crew hatte ein wenig zu tun. Da bei Wind zwischen 18 und 24 kn unter Vollzeug der Ruderdruck doch stark zunahm wurde das Groß gerefft. Dank Rollreff eine einfache Sache. Nun lag “Julia” ausgewogener auf dem Ruder. Reinhard und Edmund sorgten für Kurs am Ruder.
Später rollten wir auch noch ein wenig von der Genua ein. Der Geschwindigkeit tat es keinen Abbruch. Gegen an, also am Wind und gegen die Welle standen doch meist über 8 Kn auf der Logge.

Die Wellen oder der feuchtfröhliche Vorabend forderden aber Ihren Tribut. Bei dem einen oder anderen wurde Übelkeit gemeldet. So entschlossen wir uns nach dem letzten Streckbug die letzten Meilen und die Passage zwischen der Ostspitze von Solta und der Insel Brac direktisimo mit dem Diesel und Stützsegel zu absolvieren.
So glitten wir in die Abdeckung und langsam in die Bucht von Milna. Am Ende der Hafen. Der Marinero gab schon bald Zeichen und wir legten gelassen und mit perfekter Crewarbeit direkt mit dem Heck zum Cafe an. Mooring fest, Schiff fest, aufklaren, Hafengebühren und dann einen überaus guten Cappoccino geniessen.
Ein beschauliches Städtchen würde mogen auf uns warten. Zuerst aber wartete schlechter Wein und schlechtes Wetter auf uns.
Am frühen Abend dann starker Wind und Regen. Das führte uns statt ins Städtchen direkt in die Gaststätte am Kai. Schmucklos, lustlos, freudlos die Inneneinrichtung und auch die Bedienung (nicht unfreundlich). Also bitte nur das Cafe und die Terrasse nutzen. Innen ist es nicht atraktiv. Das Essen war soweit annahmbar. Der Rotwein allerdings war schlicht gewöhnunsbedürftig. Er hatte Charakter - zuviel Charakter. Aber wir lernen. Zukünftig werden kleiner Gebinde geordert. Der relativ günstige Preis liess das aber bald vergessen.
Zurück an Bord werden uns vom Nachbarschiff Fender zurückgegeben. Diese hatten unsere Fender aus dem Hafenbecken geangelt. Wer muss da noch Webleinsteck üben?. Egal ab sofort musste das eben kontrolliert werden.Nachts ab und an ein Kontrollblick. Wir lagen sicher und gut. Mochte der Wind noch so heulen und am Schiff zerren. 28 sm (Segel 23 Motor 5)
Tag: 3 13.10. Eingeweht in Milna auf Brac
Was soll es. Besser jetzt als zu einem Zeitpunkt zu dem wir ggf. zurück zum Ausgangsort müssen und keine Zeitreserve mehr verfügbar ist. Wir nutzen die Zeit um eine kleine Tour rund um die Bucht zu Fuss zu unternehmen. Der Wind aus Nord-Ost von den Bergen des Festlands hat Kraft aber er bringt auch Kälte mit. Ob Bora oder Tramontana - sollen sich die Wetterfrösche darüber streiten. Bei Wind zwischen 5 -7 und Böen um 8 könnte man ja auch noch segeln, aber macht das (allen) Spass? Beim Spaziergang um die Bucht die Hügel hinauf und auf der anderen Buchtseite wieder hinunter wird klar fast alle haben so entschieden. Auf der ganzen sichbaren Wasserfläche ist kein Boot zu sehen. Erst gegen Abend verlässt ein Boot die Marina. Wir geniessen die kleine Wanderung und entscheiden quasi “en passant” am Abend das Fontana zu beehren. Das wurde schon von der Rentercrew empfohlen. Zuerst aber noch ein paar Einkäufe, bummeln, faulenzen und im Cafe sitzen. Auch hier in Milna übrigens eine gepflegte Sanitäranlage.
Zwar gibt es keinen Supermarkt, aber in den Geschäften rund um den Hafen gibt es alles was des Seemansherz begehrt! - Nur kein 3,5mm Klingenkabel um den Ipod an das Bordhifi anzuschliessen.Durch den kalten Nordoster ( in den Bergen hatte es schon geschneit und in Italien wurde Sturm und der Trog eine Tiefs samt Kaltfront gemeldet) sanken die Temparaturen schnell unter die ursprünglichen 25° auf 16°. Statt lauem Abend würden wir innen im Fortuna sitzen müssen. So wurde es dann auch gemacht. Wein und Essen waren gut und alle waren zufrieden. Wir vergeben an das Fontana 2 Anker! 0 Sm (zu Fuss 1,5 sm)
Tag: 4 14.10.09 Wohin weht uns der Wind? Da unser Törn nur 7 Segeltage vorsieht müssen wir nun so planen, dass wir auch unsere Rückkehr berücksichtigen. Da wir weder Meilen fressen, noch viel motoren wollten bedarf die Planung einiger Überlegungen. Auch der Wind, genauer dessen Richtung und das Wohlbefinden der Crew wollen bei der Hafenwahl berücksichtigt werden.
Da alle Wetterberichte eher für den freien Seeraum gelten und zwischen den Inseln die Situation etwas anders ist entschliessen wir uns entweder: Plan A nach Hvar oder Plan B Trogir erst dann in die Tat umzusetzen wenn wir ausserhalb der geschützen Bucht mehr zu Wind und Welle sagen können.Also - nach einem wie immer grandiosen Frückstück bei dem auch frisches Brot und Eier auf dem Tisch waren, geht es hinaus. Schnell stellen wir fest, dass es entgegen dem Wetterbericht bei NO und nicht bei NW bleibt. Das lässt Trogir in greifbare Nähe rücken. So ist es dann auch. Leicht gerefft geht es den Splitskikanal nach Westen. Meist am Wind oder teils mit halben Wind. Später lässt der Wind nach wir reffen aus. Das aber beeindruckt den Wind auch nicht - er lässt weiter nach. Wir sind aber schon vorbei an der Halbinsel Civoe (die in Trogir via Brücke mit dem Festland verbunden ist) und haben die kleine Insel Fumija Steuerbord querab. Mit leichtem Wind geht es noch ein wenig vorbei an der Bucht Kruisica. Nun noch herum um die Landzunge und über die Zaljev Saldun. Nachdem der Wind seine Unterstützung einstellt hilft uns der Diesel auf den letzten Metern und wir legen unerwartet früh im ACI-Hafen von Trogir an. Es war nicht die größte Box, aber es gab wohl auch keine kleinere. Dank schon etwas routinierter Crew, dem Anreichen der Mooring durch den Marinero und wenig Seitenwind passte alles genau.
Leinen fest, Bootskontrolle und einklarieren und Hafengebühren bezahlen. Später dann gemütlicher Ausflug in die Altstadt. Trogir in der Liste als Weltkulturerbe in jedem Fall einen Besuch wert. Enge Gassen, Touristenströme (schon etwas weniger) pitroske Ansichten und Kirchen prägen das Bild. Später findet Edmund dann ein gemütliches Lokal (Idro). Da es sehr kalt ist (darauf ist man in den Touristen-Kneipen nicht eingestellt) bemüht sich der Service uns als Gäste zu gewinnen. Tische werden umgestellt, die Elektroheizung umgeklemmt und die Türe geschlossen. Der wärmste Platz belibt aber der Köchin vorhehalten. Diese steht am offenen Grill und kocht im geschlossenen mit Holzkohle zugedeckten Topf Lamm und Kartoffeln. Das aber gibt es nur per Vorbestellung. Es gilt als aromatische Spezialität. Wir wählen aus der Karte. Wein, Preise und Service sowie die eher gute Qualität lassen uns fast zufrieden nach Hause (sprich zum Boot) zurück gehen. Fast zufrieden weil der übliche Abschluss-Schnaps auf die Rechnung kam und unsere Mädels durch “Sherry! geködert - dann aber einen Jerry (Kirschlikör) erhielten. Aber wie gesagt das ist keine wirkliche Kritik. Ich denke 3 Anker hat das Idro doch fast verdient. Denn hier kann man schon mal “festmachen”.

18 sm (Segel 14 Motor 4)
Tag: 6 15.10.09
Frühstück, Einkaufen, Besuch eines Cafes. Der Tag fängt gut an. Allerdings soll der Wind kalt bleiben (NO) und abschwächen dann auf NW drehen. Das hatten wir doch schon mal. Da kochen auf dem Plan steht wäre eine Bucht unter Anker eine Alternative zur Marina. Die Insel Drevnik bietet südlich- und nördlich geschützte Buchten an und erlaubt im Falle eines Falles auch das Anlaufen eines kleinen noch nicht ganz fertig gestellten Hafens. Zwar ist es nicht weit zur Insel aber je nach Wind gab es den Wunsch Manöver zu trainieren. Da wir ja alles nicht kannten und die Maxime lautetet keine Meilenfressen und schon gar nicht unter Motor, spielte das aber auch keine Rolle. Wichtig war das alle Spass hatten und für jede Situation ein Hafen oder eine Bucht erreichbar waren. Nachts einlaufen wollten wir nicht ohne Not.
So wurde dann der eine oder andere Manöverkreis und die Gefahrenhalse ein wenig trainiert und ein klein wenig Sicherheitskonzept erördert. Ging es am Anfang noch ganz gut mit dem Wind, der übrigens unangekündigt aus Süd wehte, so war abzusehen, dass zum Nachmittag der Wind wieder sehr schwächeln würde. Da er entgegen der Wettermeldung aus Süd kam, wenn auch schwach fiel die Wahl auf eine Ankerbuch “Mala Luka” auf Drevnik an deren Nordseite.
Etwa eine Stunde vor Einbruch der Dämmerung erreichten wir die Bucht. Der Grund besteht aus Sand und Stein und fällt rasch ab. Man ist gezwungen auf ca. 10 -15 Wassertief zu ankern. Der erste Versuch - der Anker erweckt den Eindruck er könne halten. Beim Einfahren und testen hält er. Wir wollen aber noch ein wenig abwarten zumal eine Crew aus Österreicher in unserer Nähe . manöviert. Hier lägen wir günstig und könnten sogar noch den Heckanker ausbringen. Das Schlauchboot wird klar gemacht. Die einen kochen die anderen beobachen - wie der Wind sich dreht und der Anker ausgedreht wird und slippt.
Wir müssen das Manöver wiederholen. Zuerst das Schlauchboot, dessen Leine unters Schiff gezogen wird kürzer anbinden.
Dann neue Anfahrt. Eine Schrecksekunde, das Schlauchboot hat sich samt Motor bei der Rückwärtsfahrt seitlich an und unter die Bordwand gedreht. Das muss erst in Ordnung gebracht werden. Beim Aufrichten gehen die Paddel verloren und eventuell hat der Aussenborder Wasser genommen. Das werden wir später in Augenschein nehmen. Nun gilt es zuerst die Paddel zu bergen. Der Schraubenstrom hat sie in Fahrt versetzt. Von Hand erst mal nicht zu bekommen.
Gar nicht so einfach mit dem grossen Boot die Paddel einzufangen, bevor wegen der Wassertiefe der Manöverraum ausgeht. Die Schraube erzeugt Strömung und diese ist nicht so leicht zu berechnen. Doch beim 2ten Versuch ist die Dynamik halbwegs beherrschbar und Eddie angelt sich die Paddel.
Es folgt Ankerversuch 2 und 3. Der Dritte Versuch gelingt der Anker hält gut auf 13meter Tiefe. Der Wind hat allerdings auf Nord, später auf NO gedreht und ein Heckanker zusätzlich ist leider hier nicht möglich. Sorge bereitet ob der für Südwind eingefahrene Anker nicht beim schwojen vor Nordost ausgebrochen wird.
Wir haben viel Kette gegeben das könnte es verhindern. Sollte der Anker slippen wird er wenigsten den Grund hinauf gezogen was ein neues Eingraben begünstigt. Trotzdem , das Ufer ist nur 2 Schiffslängen entfernt. Wenig Zeit wenn das Schiff auf Drift geht.
Nun werden alle Maßnahmen ergriffen. Anker erneut geprüft, Peilung gemerkt, und das GPS mit Angerwachenalarm konfiguriert. Gut das jemand dabei ist, der das Gerät bedienen kann. Zunächst aber gibt es ein köstliches Gulasch während wir beobachten das der Anker bisher das Schiff sicher hält. Vor dem Essen unternehmen Reinhard und Eddie noch einen Ausflug mit dem “Schlaucherl”. Super, der Motor läuft!
Trotz dieser Maßnahmen entscheide ich mich für Ankerwache. Während die anderen noch dem Spieltrieb fröhnen erhole ich mich um später die erste Wache bestreiten zu können. Im Augenblick ist es vom Wind noch recht unproblematisch man merkt aber die Zunahme und bei jeder hefigeren Böe wird der Kopf zur Luke hinausgestreckt und die Position und das schwojen beobachtet.
Gegen Mitternacht nimmt der Wind zu und die Crew geht ins Bett. Mit Schlafsack und Taschenlampe halte ich die erste Ankerwache.
Toller Sternenhimmel und ab und an vor der Bucht ein beleuchteter Kreuzfahrer oder die Positionsleuchen eines Spätheimkehrers. Viele Sternschnuppen aber auch Wind mit bis zu 24Ktn. Nördlich das Feuer des Mini-Inselchen Malta (wirklich) und ab und zu das Leuchtfeuer von Murvica helfen beim Peilen der Position.
Statt 2 Stunden bleibe ich 4h an Deck. Der Wind lässt etwas nach. Gerade als ich Reinhard wecken will übernimmt Edmund freiwillig die Hundewache. Sicherheitshalber vertraue ich nun der Restakkuaufzeit meines Notebooks und schalte dort noch den Ankeralarm ein. Dieser weckt mich noch 3x. Jeweils wurde in Böen der eingestellt Kreis nur gringfügig überschritten. Gut so - weiterschlafen.
12 sm Segel 8 Motor 4
Tag: 7 16.10.09
So schnell und kurzweilig geht der Urlaub vorbei. Heute noch gemütlich zurück in die Marina Kasela. Wir wollen es unter Segeln versuchen. Am Anfang hält der Wind und zieht sich aber später immer mehr zurück. Wir geniesen noch mal einen schönen etwas kühlen Sonnentag und während die Yacht unter lauem Wind und per Autopilot ihren Kurs nimmt picknicken wir ein letztes Mal an Bord auf See. Alle versuchen sich noch ein wenig am Ruder und langsam nähern wir uns der Einfahrt in die Bucht von Split. Geübt legen wir wenig später das Schiff wieder an seinen Stammplatz und harren der Übernahme.
Da die Tankuhr bis zu letzt übervoll anzeigte hatten wir auf das Tanken verzichtet. Direkt nach dem Anlegen entscheidet sich der Zeiger dann doch für 3/4 Voll.
In der Marina gibt es keine Tankestelle. Wir regeln den Fehlbestand direkt mit der Charter-Base. Das wir bei Seegang 2 Thermoskannen und ein paar Teller geschrottet haben wird zur Kenntnis genommen aber nicht berechnet. Das scheint in der Kalkulation enthalten zu sein.
Der Taucher kommt und wir lernen das “Opss” wohl ok bedeutet. Denn mehr erfahren wir von Ihm nicht, erhalten aber die Kaution zurück.
Wir haben nun noch eine Nacht vor uns an Bord. Vorher aber wollen wir noch in das Entrata in Kastela-Novi. Vor den Besuch muss aber erst die Taxihürde genommen werden. Wir sind zu sechst, also spreche ich den Fahrer eines geeigneten Fahrzeugs an. Dieser ist auch bereit und nennt auch den korrekten Preis. Seine Kollegen allerdings fühlen sich übergangen und versuchen uns in Ihre Fahrzeug zu komplimentieren. Wir lehnen ab, da immer nur 5 Plätze verfügbar sind. Die Meute wird uns zu aufdringlich und wir verpassen ihnen einen Denkzettel und verzichten komplett auf deren Dienste und setzen uns Richtung Bushaltestelle ab. Die Rechnung geht zunächst nicht auf. Statt dem 7er Bus verfolgt ein 5er Taxi noch immer den ursprünglichen Plan. Wir danken erneut und gehen weiter. An der Bushaltestelle - wär hätte es gedacht - warten wir keine 5 Minuten und unser Wunschtaxi hält an und bringt uns an das gewünschte Ziel.Dieses Taxi wird von uns dann auch für den Rücktransport geordert und auch am nächsten Tag zum Flughafen. Doch zunächst lassen wir es uns im Entrata schmecken. Obwohl wir kräftige Esser sind, eine Vorspeise und eine Hauptspeise sind in der Regel nicht zu schaffen. Am besten bestellt man “one for two”. auch hier sind wir geneigt 2-3 Anker zu vergeben. So klingt dann der letzte Abend aus.
Noch eine ruhige Nacht und dann zurück . Nein nicht alle. Ruth und Edmund haben das Schiff noch für 2 weitere Nächte zu Ihrem Domizil gemacht, weil sie erst am Montag abreisen. Da die Yacht nicht mehr verchartert ist war dieses ohne Probleme möglich und mit der Basis zu vereinbaren. 20sm (Segel 8 Motor 12)
Abreise: 17.10.09
Gemütlich wird gefrühstückt noch ein wenig im Hafen gebummelt und um 12:30 gehts per Taxi zum Flughafen. Vorher noch verabschieden wir uns von Ruth und Eddie. Die ja noch 2 Tage haben und Split ansehen werden.
Um 15:30 landen wir in Stuttgart und um 18.00 sind wir wieder zu Hause.Resümme: Wir kommen wieder und hoffen auf ein wenig wärmer Tage - aber so ist das beim Segeln - das Wetter ist eben mal so mal so. Gesamt 90 sm (Segel und Motor)
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